FA/R – Fertigungssteuerung und Auftragsbearbeitung für Reifenrunderneuerer

PC-Soft, Entwickler und Anbieter von Softwarelösungen für die Reifenrunderneuerungsindustrie, hat in den vergangenen zwei Jahren an der Weiterentwicklung seiner Produkte gearbeitet. Inzwischen 14 Kunden konnte das Unternehmen für seine Produktionssteuerungssoftware in der Runderneuerung (FA/R) von Lkw- und Nutzfahrzeugen im deutschsprachigen Europa für sich gewinnen. Seit der Einführung des Programms im Jahre 1998 wurde durch Funktionserweiterungen und neue Programmmodule die Leistungsfähigkeit des Systems kontinuierlich und anwenderorientiert gesteigert. Jüngst kamen die Integration der Heißrunderneuerung und der Nutzung von funkbasierten Endgeräten in Lagerbereichen, die Entwicklung des neuen FA/R-Moduls Karkassenkonto, das auf Anregung von FA/R-Anwendern entstand, hinzu. Letztere soll eine flexiblere Handhabung von Kundenkarkassen und Runderneuerungsaufträgen ermöglichen und damit letztlich der Steigerung der Kundenzufriedenheit dienen. Gleichzeitig will PC-Soft durch die Nutzung moderner Technologien der Kommunikations- und Informationstechnik seinen Partnern neue Möglichkeiten eröffnen. Die Nutzung einfacher und robuster Terminals in der Produktion soll den Aufbau und die Unterhaltung des Produktionsnetzwerkes deutlich vereinfachen. Moderne Applikationsservertechnologie in Verbindung mit zuverlässiger Kommunikationstechnik ermöglicht nach Aussagen des Anbieters einerseits eine leistungsfähige und effektive Anwenderunterstützung durch die PC-Soft-Kundenbetreuung und andererseits den Aufbau eines FA/R-Netzwerkes auch über einen Standort hinaus. Die Nutzung des Internets als weltweit verfügbare Kommunikationsplattform ermöglicht PC-Soft inzwischen sogar interaktive Programmvorführungen an jedem Ort der Welt, ohne reisen zu müssen. Die vergangenen zwei Jahre der Softwareweiterentwicklung waren unter anderem aber auch gekennzeichnet durch die Einbeziehung weiterer Maschinen in die Kommunikation mit FA/R. Nach den bis 2000 bereits realisierten Datenschnittstellen zur Raumaschine der Bandag-Lizenznehmer (8500E) und zum Profi Tire Marker folgten weitere Schnittstellen: Kesselsteuerung Ellerbrock, Kesselsteuerung Vulkoplast, Shearographie SDS, Raumaschine Collmann (RM94) und Shearographie Bandag (7400E). Im April diesen Jahres wurde PC-Soft von Bandag zudem mit der Entwicklung von Datenschnittstellen für deren Lizenznehmer beauftragt. Dieser Entwicklungsauftrag beinhaltet neben der Shearographie die Integration der neuen Raumaschine (8510E), die Extruder-Beleger-Kombination (9102E) sowie eine Kesselsteuerung. Im Wesentlichen dienen die Datenschnittstellen der automatisierten/papierlosen Bereitstellung bzw. Erfassung von Karkassen-/Material-/Produktionsdaten, der Vermeidung von manuellen Fehlern sowie der Vervollständigung der Produktionsdokumentation. Interessante neue Aspekte ergeben sich nach Ansicht der Senftenberger aus dem wachsenden Interesse der Zulieferindustrie an der Nutzung von PC-Lösungen. Neben Maschinenschnittstellen und weiteren aktuellen Diskussionen mit Zulieferern wie Marangoni/Ellerbrock und Goodyear ist die Entwicklung einer damit vor allem modernen, leistungsfähigen Supply Chain-Schnittstelle für das Gummiwerk Kraiburg gemeint. Die darin realisierte, auftragsbezogene Materialbestellung des Runderneuerers durch automatischen Datenaustausch zwischen FA/R und dem Bestellwesen des Gummiwerkes Kraiburg soll im Runderneuerungsbetrieb eine weitere Reduzierung der erforderlichen Lagerbestände ermöglichen. Darüber hinaus weiß PC-Soft von zunehmenden Anfragen von Runderneuerungsunternehmen aus ganz Europa und darüber hinaus. Dem Rechnung tragend ist die Mehrsprachigkeit von FA/R erklärtes Ziel für PC-Soft. Die Verbindung der Integration von Maschinen und Anlagen in das Kommunikationssystem von FA/R und dem Know-how von PC-Soft in den Bereichen Zustandsdiagnose von technischen Anlagen und Instandhaltungsmanagement lässt nach Überzeugung der Senftenberger auch für die Zukunft höchst interessante Synergieeffekte erwarten. Erste Gespräche mit Maschinenlieferanten stimmen das ostdeutsche Unternehmen jedenfalls erwartungsvoll.

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