2,5 Tonnen auf dem Prüfstand: Wie SUV-Reifen die Grenzen der Physik verschieben

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Andreas Hemmann Ausschnitt

Wenn enorme Massen auf nassen Asphalt treffen, wird Bremsen zur physikalischen Höchstleistung. Moderne SUVs und E-SUVs bringen heute Radlasten auf die Straße, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren – und stellen Reifenhersteller vor einen Zielkonflikt zwischen Grip, Verschleiß und Effizienz. Im Gespräch mit der NEUEN REIFENZEITUNG erklärt Andreas Hemmann, Produktmanager Ersatzgeschäft Deutschland bei Continental, warum das „Grip-Fenster“ bei Nässe immer schmaler wird und mit welchen technologischen Hebeln die Industrie versucht, den Bremsweg trotz des massiven Fahrzeuggewichts sicher zu verkürzen. Ein tiefer Einblick in die Welt der Gummimischungen, Karkassenstrukturen und die unbequeme Wahrheit über den „Look“ von Offroadprofilen auf der Autobahn.

NRZ:

Wie wirkt sich das hohe Fahrzeuggewicht von SUVs auf den Bremsweg bei Nässe aus, und welche technologischen Lösungen nutzen Reifenhersteller, um diesen zu verkürzen?

Andreas Hemmann:

Ein hohes Fahrzeuggewicht bedeutet zunächst: Beim Bremsen muss mehr Bewegungsenergie abgebaut werden. Auf trockener Fahrbahn lässt sich das durch eine große Aufstandsfläche und moderne Fahrwerks- und Regelsysteme oft gut beherrschen. Auf nasser Fahrbahn wird es anspruchsvoller, weil der Reifen dort in einem sehr schmalen „Grip-Fenster“ arbeitet, das gilt grundsätzlich für kleine als auch große Reifen: Der Reifen muss Wasser verdrängen, gleichzeitig mikroskopisch in die Fahrbahnoberfläche „greifen“ und dabei stabil bleiben. Wir arbeiten im Wesentlichen an drei Stellhebeln: einer modernen Gummimischung für besseren Nassgriff, einem Profil, das Wasser effizient verdrängt und gleichzeitig stabil bleibt, sowie einer tragfähigen, robusten Konstruktion – gerade wichtig für schwere SUV. Zusammengenommen sorgen diese Faktoren dafür, dass der Reifen auch bei Nässe eine stabile Kontaktfläche und hohe Sicherheit bietet.

Button NRZ Den kompletten Beitrag können Sie exklusiv in der kommenden Februar-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG lesen. Sie sind noch kein Leser? Kein Problem. Das können Sie hier ändern.

 

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