Glänzend, glänzender, Aluminium-Lkw-Räder auf der IAA Transportation
Während die IAA Transportation aufseiten der Reifenhersteller nur sehr begrenzt den Markt abbildete, ist die Messe für die großen Räderhersteller augenscheinlich keine, auf der man fehlen möchte. So glänzten Maxion Wheels, Alcoa Wheels und Kronprinz in Hannover nicht nur durch ihre pure Anwesenheit, sondern vor allem auch durch die Themen, die sie an ihren jeweiligen Ständen in den Fokus rückten: glänzende bzw. noch glänzendere Oberflächen und die Technologien dahinter.
Maxion Wheels hatte erst vor wenigen Wochen eine neue Produktreihe geschmiedeter Aluminium-Lkw-Räder eingeführt – der Hersteller ist erst seit rund vier Jahren im Geschäft mit Aluminiumrädern für Nutzfahrzeuge aktiv – und mit ihr die als leistungsstark beschriebene keramische Oberflächenbehandlung, die neue Maßstäbe im Bereich des Räderschutzes setzen soll: Maxion C-Guard. Diese „auf außergewöhnliche Langlebigkeit ausgelegte Technologie“ soll dafür sorgen, dass Räder stets ihren Glanz behalten und selbst unter härtesten Straßen- und Witterungsbedingungen optimal vor Verschmutzung geschützt sind, wie man dazu am IAA-Transportation-Stand von Maxion Wheels erfahren konnte.
Die keramische Oberflächenbehandlung sei dabei „nicht einfach nur eine weitere Räderbeschichtung“, C-Guard sei als Oberflächentechnologieplattform angelegt, die über herkömmliche Ansätze zum Räderschutz hinausgehe. Anstatt ausschließlich Korrosion und Verschleiß im Blick der Entwicklung zu haben, sei es Maxion Wheels darum gegangen, durch die Oberflächenbehandlung die Anhaftung von wasser- und ölbasierten Verunreinigungen im täglichen Betrieb zu verringern und damit einen „außergewöhnlichen Schutz und ein dauerhaft ansprechendes Erscheinungsbild“ zu liefern. Das „C“ in C-Guard stehe dabei für die „keramische Chemie“, die „das Herzstück“ des Verfahrens bilde, während „Guard“ den als zuverlässig beschriebenen Schutz und Langlebigkeit widerspiegeln soll. Im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungen gehe Maxion C-Guard „eine dauerhafte molekulare Bindung mit der Radoberfläche ein und bietet so eine hervorragende Beständigkeit gegen Korrosion, Chemikalien und physikalischen Verschleiß – einschließlich Abplatzungen und Rissen“, so der Räderhersteller.
Obwohl ein relativer Newcomer im Geschäft von Aluminium-Lkw-Rädern, war auf der IAA Transportation nicht zu übersehen, dass sich Maxion Wheels mit Sitz im deutschen Königswinter als Herausforderer von Marktgrößen wie Alcoa Wheels sieht. Marktgrößen, die augenscheinlich selbst auch auf solche Herausforderer im Markt reagieren. Räderhersteller Alcoa Wheels – gehört zum US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Howmet Aerospace und gilt bei beschichteten Lkw-Rädern klar als Marktführer – präsentierte auf der Messe die jüngste Weiterentwicklung seiner branchenweit bekannten Oberflächenbehandlung, die „nächste Generation von Dura-Bright“, dem Hersteller zufolge topreflektierend und gezeigt mit dem Aerodynamikräderkonzept Dura-Stream.
Das Konzept mit der Radkappe aus hochglänzendem Edelstahl soll im Fahrbetrieb auf der Lenkachse für eine Senkung des Luftwiderstands und folglich für eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs und des CO2-Ausstoßes sorgen; wie der Hersteller dazu berichtet, könne Dura-Stream hier eine Verbesserung von bis zu 3,3 Prozent erwirken, dies übrigens dokumentiert durch die Dekra. Auf den Markt kommen soll Dura-Stream demnächst mit einem Rad in 22,5×9,00, ET153 und 4,25 Tonnen maximaler Traglast.
Auch für Kronprinz stehen derzeit „Räder wie ein Spiegel“ im Mittelpunkt der Kommunikationsaktivitäten, was sich auf dem IAA-Transportation-Stand ebenfalls nicht übersehen ließ. Auch wenn der europäische Nfz-Rädermarkt Schätzungen zufolge nur zu knapp einem Viertel aus Aluminiumrädern besteht, drei Viertel davon mit speziellen Beschichtungen versehen, gilt der Markt als überaus attraktiv, bildet er doch das margenstarke Premiumsegment des Gesamtmarktes. Kronprinz ist in diesem Markt bereits seit Langem engagiert und mit der hochglänzenden polierten Oberfläche X-tra Polish (XP) branchenweit bekannt. Erst Anfang des Jahres hatte das Unternehmen mit Sitz in Solingen seine XP-Räder um eine versiegelnde und zudem leicht zu reinigende Oberflächengüte namens X-tra Polish + bzw. XP+ ergänzt und will damit – so hieß es jetzt in Hannover – den „neuen marktführenden Standard“ für Oberflächenbehandlungen setzen und Marktanteile gewinnen.
Die extrem dünne und robuste Versiegelung von nur wenigen Mikrometern sei ideal, um eine zuverlässige Radverschraubung mit minimalem Setzverhalten zu gewährleisten. Darüber hinaus verhindere die XP+-Beschichtung die Oxidation der Räder und reduziere wirkungsvoll das Anhaften von Verschmutzungen, etwa von Bremsstaub. Räder mit XP+-Oberfläche ließen sich besonders mühelos reinigen und seien besonders langlebig, hieß es dazu anlässlich der IAA Transportation vonseiten Kronprinz‘.


Schreiben Sie einen Kommentar
An Diskussionen teilnehmenHinterlassen Sie uns einen Kommentar!