Goodyear bestätigt: Region EMEA steigert Umsatzrendite im vergangenen Geschäftsjahr

Anders als in der Pressemitteilung aus den USA aufgeführt (oben), konnte Goodyear im vergangenen Jahr in der Region EMEA seine Profitabilität doch steigern, und zwar um 0,4 Prozentpunkte (Bilder: Screenshots)

Wie oft hat man sich schon gefragt, warum Reifenhersteller bei der Aufbereitung ihrer Geschäftsberichte nicht ständig Rechen- oder Übertragungsfehler begehen, werden in den Dokumenten doch mitunter Zahlenkolonnen auf Hunderten Seiten präsentiert. Nun sind wir von der NEUE REIFENZEITUNG erstmals Entdecker eines solchen Fauxpas geworden.

Als wir in der vergangenen Woche über die jüngsten Geschäftskennzahlen der Goodyear Tire & Rubber Company berichtet hatten, hieß es in einer Tabelle in der Presseveröffentlichung dazu, die operative Umsatzrendite in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) habe 2025 2,1 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorjahr – in der besagten Tabelle mit 2,3 Prozent angegeben – hätte sich damit also die Profitabilität Goodyears in der hiesigen Region um 0,2 Prozentpunkte verschlechtert. Der redaktionseigene Casio-Taschenrechner spuckte für 2024 allerdings eine Umsatzrendite von 1,7 Prozent aus, sodass die Region im Jahresvergleich deutlich profitabler geworden wäre – eine Information, die man hierzulande sicherlich gerne liest und vergangene Woche bei uns auch lesen konnte.

Und eine Information, die nun die Goodyear-Konzernzentrale in Akron auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG auch bestätigen konnte und darauf verwies, in der 306 Seiten starken offiziellen 10-K-Börsenmitteilung an die Securities and Exchange Commission (SEC) der USA seien die operativen Gewinnmargen der vergangenen beiden Jahre korrekt wiedergegeben worden; die Pressemitteilung aus Akron hingegen habe den besagten Übertragungsfehler enthalten. Es bleibt also bei unserer ‚Behauptung‘ von vergangener Woche: Goodyear hat in der Region EMEA zuletzt besser verdient.

1 Antwort
  1. Rechenkünstler says:

    Dramatisch, aber wen sollte das wirklich erstaunen, dass Brüssel/Hanau die eigenen Geschäftszahlen nicht kennen?
    Richtig, niemanden.
    Dem Team der NRZ gebührt Dank, dass wenigstens sie sich Gedanken machen und GoodYear-Veröffentlichungen auf Plausibilität prüfen.
    Scheint ja sonst keiner zu machen.

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