Spurrillen lassen Reifen schneller verschleißen, sagt Nokian

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Nicht nur wegen der durch sie größeren Aquaplaninggefahr bei nasser Witterung sollten Autofahrer Nokain zufolge um Spurrillen „einen Bogen machen“, aber selbstredend nicht im wortwörtlichen Sinne (Bild: Nokian Tyres)

Dass das Zusammenspiel von Spurrillen und Reifen ein gewisses Gefahrenpotenzial bietet, ist mit Blick auf das Thema Aquaplaning nachvollziehbar. Denn bei regnerischem Wetter sammelt sich in solchen Fahrbahnvertiefungen Wasser, sodass Fahrzeuge bei deren Durchfahren mit zu hoher Geschwindigkeit und womöglich noch mit einer vergleichsweise geringen Reifenprofiltiefe aufschwimmen können. „Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen in Spurrillen auf der Straße fahren, selbst wenn es regnet. Genau hier ist das Aquaplaningrisiko am höchsten“, wundert sich daher Martin Dražík, Produktmanager bei Nokian Tyres mit Verantwortung für Mitteleuropa. In Bezug auf die Rolle die Profiltiefe verweist er bei alldem auf die in Ausgabe 3/2020 der finnischen Zeitschrift Mootori veröffentlichten Ergebnisse eines Reifentests.

Demnach schwimmt ein Fahrzeug mit bis auf 3,5 Millimeter abgenutzen Reifen bei einer bis zu 15 km/h geringeren Geschwindigkeit auf als eines, bei dem Bereifung im bzw. nahe dem Neuzustand montiert ist. Daher empfiehlt Nokian einerseits, die Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn entsprechend zu verringern, und bekräftigt im Gegensatz zu vor allem Michelin andererseits seine Empfehlung sicherzustellen, dass die „Profiltiefe mindestens vier Millimeter beträgt, um die Fahrsicherheit zu gewährleisten“. Aber laut Dražík gibt es noch einen weiteren Grund, warum Autofahrer um Spurrillen „einen Bogen machen“ sollten – selbstredend jedoch nicht im wortwörtlichen Sinne. „Das Fahren in Spurrillen verschleißt die Reifen auch schneller, weil der Asphalt dort viel rauer ist. Das ist ein weiterer Grund, außerhalb von Spurrillen zu fahren“, bemerkt er. cm

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