Zollverfahren: Hersteller aus Taiwan wollen sich US-Preisvorgaben unterwerfen

Spätestens seitdem das US-amerikanische Handelsministerium kurz vor Jahresende hohe Anti-Dumping-Zölle gegen Pkw-Reifen aus Südkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam empfohlen hat, ist den betroffenen Herstellern klar: Ihnen droht der wichtige US-Markt wegzubrechen. Nun haben sich einem Bericht der Fachzeitschrift Tire Business zufolge vier führende taiwanesische Reifenhersteller zusammengetan und unterbreiten den US-Behörden einen Kompromissvorschlag. Auf Initiative von Cheng Shin Rubber (Maxxis), Federal, Kenda und Nankang sollen die US-Behörden ihre Untersuchungen gegen taiwanesische Reifenhersteller einstellen. Im Gegenzug würden die vier Hersteller, die für rund 85 Prozent der aus Taiwan stammenden Pkw-Reifenimporte stehen, ihre Reifen in den USA nur noch zu Preisen anbieten, die von den Behörden im Rahmen der Untersuchungen als sogenannte Referenzpreise festgestellt und als solche festgelegt würden. Man will sich also staatlichen Preisvorgaben unterwerfen, die quartalsweise neu festgelegt werden sollen. Die vier Hersteller beziehen sich mit ihrem Kompromissvorschlag auf Feststellungen des US-Handelsministeriums, wonach es grundsätzlich besser sei, die Untersuchungen (frühzeitig) zu beenden, als sie bis zum Ende, also bis zur verbindlichen Einführung von Zöllen, fortzuführen; dies sei im „öffentlichen Interesse“. ab

 

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