Frankreich will Bridgestone mit Investitionszusagen von Werksschließung abbringen

Mitte September hatte Bridgestone angekündigt, man wolle das Pkw-Reifenwerk im nordfranzösischen Béthune mit seinen 863 Mitarbeitern im kommenden Jahr schließen. Da die Werksleitung erst kürzlich versichert hatte, man sei bereit, auch Alternativen zur Schließung zu prüfen, hat die französische Regierung dieses Angebot nun ganz offenbar aufgegriffen und bietet dem japanischen Reifenhersteller eine konkrete finanzielle Unterstützung an, wenn dieser von seinen Schließungsplänen abrückt. Wie die beigeordnete Ministerin für Industrie Agnès Pannier-Runacher betonte, müsse man dazu „ein Gleichgewicht mit Bridgestone“ finden, dann könne Geld fließen. „Wir sind bereit, an ihrer Seite zu investieren“, sagte sie Reuters zufolge, „um dem Werk eine Zukunft zu geben“. Pannier-Runacher forderte Bridgestone derweil noch einmal auf, „alle Szenarios zu betrachten“ und das Werk nicht „aus Prinzip“ zu schließen. Mit der Ankündigung der Werksschließung hatte Bridgestone indes bereits betont, es gebe „keine andere Lösung zur Bewältigung der Herausforderungen, vor denen wir in Europa stehen“. Es sind weitere Treffen zwischen den Beteiligten angekündigt. Das Werk eröffnete 1961 und verfügt aktuell über eine Kapazität von 17.000 Pkw-Reifen täglich bzw. knapp sechs Millionen jährlich. ab

 

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