Nach zweitem Senftenberg-Feuer Entsorgung verbrannter Reifen ungeklärt

Hatte es nach dem ersten Großbrand eines illegalen Altreifenlagers Ende Juli in Senftenberg keine zwei Wochen später noch ein zweites Feuer dort gegeben, wobei wiederum Brandstiftung als Ursache vermutet wird, so stellt sich nun offenbar vor allem die Frage der Entsorgung der verkohlten Überreste. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) auf seinen Webseiten berichtet, ist die bis dato jedoch noch ungeklärt. Demnach sieht Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich das Landesumweltamt in der Pflicht, da es ursprünglich ja mal die Genehmigung für das ehemals auf dem betreffenden Gelände aktive, mittlerweile jedoch liquidierte Unternehmen erteilt habe. Insgesamt sollen vor Ort demnach rund 3.000 Tonnen Altreifen und Gummiabfälle gelagert haben, von denen etwa drei Viertel Opfer der Flammen wurden. Die Entsorgungskosten werden jedenfalls auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt nach einer Bestandsaufnahme von Mitarbeitern besagten Landesumweltamts. Dort geht man offenbar nicht von einer schnellen Lösung des Problems aus. Insofern prüfe nun das Land Brandenburg, ob es die Entsorgung der Reifen selbst vornimmt, heißt es weiter in dem RBB-Bericht. In dem ist zudem von möglichen Kosten in Höhe von rund 200 Euro pro Tonne die Rede, mithin also von einem Betrag von mehr als einer halben Million Euro. cm


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