Goodyear will „Gemeinsam handeln. Zusammen wachsen.“ – Handelskongress in Köln mit großer Hausmesse

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Die Verantwortlichen der deutschen Goodyear-Organisation hatten ihren Partnern im Reifenhandel mit dem Ende September in Köln stattgefundenen Kongress ein weitreichendes Rahmenprogramm geboten, das sowohl voller Informationen steckte, wie auch umfassend Gelegenheit bot, Kontakte zu den Lieferanten der Organisation, zu den Mitarbeitern des Herstellers und seiner Handelsorganisation GDHS und zu den dem Konzern angebundenen Reifenhändlern selbst mit ihren rund 1.000 Outlets zu knüpfen. Dementsprechend stand der Goodyear-Handelskongress in der Koelnmesse auch unter dem Motto „Gemeinsam handeln. Zusammen wachsen.“ Besondere Aufmerksamkeit erfuhren dabei vor allem zwei Redner: Goodyear-Konzernchef Richard Kramer würdigte die anwesenden Händler und betonte, „Sie sind Teil des Wettbewerbsvorteils von Goodyear“, während Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, im Interview mit Jürgen Titz, dem Vorsitzender der Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany, über die Bedeutung von Partnerschaften sprach.

Ein Goodyear-Handelskongress in Deutschland gehört mit zu den größten Veranstaltungen, die der Reifenmarkt zu bieten hat. Unter dem Dach der GDHS – im Konzern spricht man mittlerweile von Goodyear Handelssystemen und nicht mehr von Goodyear Dunlop Handelssystemen – und ihrer Systeme Premio, Quick und HMI gehören rund 1.000 Outlets zum Universum des US-amerikanischen Reifenherstellers. Es gibt keinen Reifenhersteller, der ein ähnlich engmaschiges Netzwerk über den deutschen Reifenmarkt spannen kann. Dies macht das Unternehmen vor allem auch für Lieferanten aller Couleur und aller Branchen zu einem der bedeutendsten Marktteilnehmer. Dies spiegelte sich entsprechend in der parallel zum Handelskongress stattfindenden FRI-Hausmesse wider. Die Freie Reifeneinkaufsinitiative ist die Einkaufsgesellschaft der GDHS-Händler, die diesen nicht nur Produkte des Mutterkonzerns, sondern vor allem auch Produkte zahlloser Zulieferer anbietet. So kamen in der Koelnmesse immerhin an die 100 Aussteller zusammen; selbst namhafte Wettbewerber des Goodyear-Konzerns nutzten die FRI-Hausmesse, um ihre Produkte und Dienstleistungen den Handelspartnern unter dem DACH der GDHS zu präsentieren.

Aus dieser besonderen Stellung des Unternehmens heraus schöpfen auch die Verantwortungsträger entsprechendes Selbstvertrauen. Gastgeber Jürgen Titz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany, unterstrich in seinem Vortrag insbesondere die Tatsache, dass die Rahmenbedingungen günstig seien, durch gemeinsames Handeln zusammen zu wachsen. Der Markt als solches wachse, wenn auch nicht gerade dramatisch. Händler und Organisationen, denen es bei allen Veränderungen in den Rahmenbedingungen gelingt sich mitzuentwickeln, könnten ihrerseits auf ein nachhaltiges und vor allem auf ein gemeinsames Wachstum hoffen. Dabei von besonderer Bedeutung und quasi die Voraussetzung: die enge Zusammenarbeit zwischen Goodyear, der GDHS und den Partnern. Dieser „Dreiklang“, betonte Titz, gebe nicht nur „Halt in ruhigen und gerade turbulenten Zeiten“. Mehr noch, er helfe allen Beteiligten dabei, aktiv gemeinsam zu wachsen. „Gemeinsam sind wir die Kraft, um die uns unsere Wettbewerber beneiden“, unterstrich der Geschäftsführer die Bedeutung des „vernetzten Wachstums“. Er lobte die anwesende Händlerschaft als „das Kronjuwel in unserem Geschäftsmodell“, ließ allerdings nicht unerwähnt, dass man es in der Vergangenheit „leider nicht immer geschafft“ habe, der „verlässliche Partner“ zu sein, der man sein wolle; Titz nannte Stichwörter wie Verfügbarkeit, Preise und Margen. Mit-Gastgeber Goran Zubanovic, Geschäftsführer der GD Handelssysteme, stellte in seinen Ausführungen vor allem auf die hohe Bedeutung des unternehmerischen Handelns für den Erfolg der gesamten Organisation ab und unterstrich seinerseits die Bedeutung einer verlässlichen Partnerschaft, die gerade zwischen Unternehmern auf Augenhöhe gelebt werden könne.

Richard J. Kramer, Chairman, Chief Executive Officer und President der Goodyear Tire & Rubber Co., ist kein Gast, den man allzu oft auf europäischen Händlertagungen sieht, auch wenn er selbst betont, es gebe keinen Markt außerhalb der USA, den er öfter besucht habe als den deutschen. Kurz vor dem Goodyear-Handelskongress hatte Kramer den Grundstein für die neue hochautomatisierte Reifenfabrik in Luxemburg gelegt, die im Markt als „Mercury“-Projekt bekannt ist; eine gute Gelegenheit, den deutschen Reifenhändlern persönlich ein paar Ideen für die weitere gemeinsamen Entwicklung mit auf den Weg zu geben. Insbesondere gelte es für den Hersteller wie auch für dessen Partner im Reifenhandel – die „stärksten Vertreter unserer Marke“ –, probate Lösungen für die Herausforderungen eines sich stetig und vor allem immer schneller ändernden „Mobilitätsökosystem“ zu bieten. Heute und in Zukunft sei eines für ein erfolgreiches Reifengeschäft unerlässlich, betonte Kramer: Vertrauen. Dieses werde „niemals aus der Mode kommen“, so der Goodyear-Chef weiter und appellierte an die versammelte Händlerschaft, immer weiter ihren zentralen Wettbewerbsvorteil Kompetenz auszubauen, worüber sich eben Vertrauen der Endverbraucher generieren lasse. arno.borchers@reifenpresse.de

 

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