Sumitomo Rubber Industries kauft britischen Großhändler Micheldever

Sumitomo Rubber Industries (SRI) kauft sich eine beeindruckende Präsenz im britischen und auch im europäischen Reifengroßhandel. Der japanische Reifenhersteller, der in Europa mit der Marke Falken präsent ist, hat jetzt die Micheldever Group Ltd. gekauft. Wie es dazu heißt, habe man für die Akquisition des britischen Reifengroßhändlers 215 Millionen Pfund (253 Millionen Euro) investiert. Die Übernahme soll der langfristigen „Vision 2020“ dienen, wonach der Hersteller nach dem Ende der Joint Ventures mit Goodyear 2015 nun eine breit angelegte Expansion seines Geschäftes in Europa und Nordamerika plant. Die Micheldever Group kann den Zahlen zufolge dazu einen nennenswerten Beitrag leisten.

Die Micheldever Group Ltd. ist dabei die Holdinggesellschaft, unter deren Dach die Micheldever Tyre Services Ltd. (MTS) das eigentliche operative Geschäft betreibt. Das Unternehmen mit Sitz im britischen Winchester, Hampshire verkaufte SRI zufolge im vergangenen Jahr rund sechs Millionen Reifen. Das entspricht immerhin einem Fünftel des britischen Reifenmarktes. Micheldever erwirtschaftete damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 320 Millionen Pfund (376 Millionen Euro). Damit gehört Micheldever zu den ganz großen im britischen und im europäischen Reifengroßhandel. Einzig Stapleton’s (gehört dem japanischen Handelshaus Itochu) setzt mit über 400 Millionen Euro im Jahr als Großhändler in Großbritannien noch mehr um. Neben den Großhandelsgeschäft mit immerhin 6.000 Reifenhändler, Kfz-Werktstätten und Autohäuser in Großbritannien betreibt das 1972 durch Tony Todd gegründete Handelsunternehmen außerdem ein eigenes Retail-Netzwerk bestehend aus 100 Outlets unter dem Label Protyre. Insgesamt beschäftigt Micheldever 1.574 Mitarbeiter. Das Unternehmen betreibt eine Flotte von 225 Fahrzeugen für die Auslieferung seiner Reifen.

Bisheriger Mehrheitseigentümer der Micheldever Group war die britische Private-Equity-Gesellschaft Graphite Capital Management LLP. Diese war 2006 anlässlich eines Management-Buy-outs durch Paul Fox und Richard Sawney mit an Bord gekommen. ab

 

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