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Nach TPI nun RSI von NIRA Dynamics

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Im Sommer 2014 hatte NIRA Dynmics angekündigt, in Weiterentwicklung seines auf der ABS-Infrastruktur basierenden indirekten Reifendruckkontrollsystems TPI (Tire Pressure Indicator) Fahrzeugen zukünftig auch die Erkennung von Fahrbahnzuständen beibringen zu wollen. Auf diesem Weg ist das schwedische Unternehmen nun offenbar einen Schritt weitergekommen mit der Vorstellung von RSI.

Das Kürzel steht für Road Surface Information, und dahinter soll sich eine Software für die Echtzeiterkennung des Straßenzustandes verbergen. Im vergangenen Winter wurde demnach jedenfalls eine Testflotte von 80 Fahrzeugen damit ausgerüstet. RSI überwache – sagen die Schweden – „permanent die Qualität und Griffigkeit der Straße, jedoch völlig ohne Kameras, aktives Fahrwerk oder andere teure Sensoren“. Dabei soll das System dank sogenannter Sensorfusion sowohl Schlaglöcher und kleinere Unebenheiten als auch den verfügbaren Reibwert erkennen können. „Indem man RSI mit einem Cloud-Dienst kombiniert, können die gewonnenen Informationen auch anderen Fahrern mitgeteilt werden. Diese können dann ebenfalls zum Beispiel ihre Geschwindigkeit vorausschauend anpassen, ihre Routenplanung ändern oder vor Hindernissen gewarnt werden. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt“, so NIRA Dynamics.

Das Unternehmen arbeitet bei diesem Projekt mit Infocar Training AB zusammen, deren Elektronikeinheit demnach auf den seit 2001 in allen Neufahrzeugen vorhandenen Standarddiagnoseanschluss gesteckt wird. Auf dieser Einheit läuft dann die Software, und von dort werden auch die Daten übertragen, ist darüber hinaus zu hören. Dies ermögliche den schnellen Einsatz, ohne den Serienanlauf eines neuen Fahrzeugmodells abwarten zu müssen, wird als Vorteil eines solchen Ansatzes hervorgehoben. NIRA Dynamics kann die von der Testflotte gesammelten anonymisierten Daten eigenen Angaben zufolge bereits jetzt in Echtzeit auswerten und per Mobilfunk an einen Cloud-Server übertragen, von wo aus sie anderen Verkehrsteilnehmern, Straßendiensten oder Anbietern von Assistenzfunktionen/-diensten zur Verfügung gestellt werden. cm

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