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Bauma auf Expansionskurs – Messe-München kauft in Russland zu

Um ihre Stellung als Veranstalter von Baumaschinenmessen weiter auszubauen, hat die Messe München – Ausrichter der alle drei Jahre und im April 2016 wieder in der bayrischen Landeshauptstadt stattfindenden Bauma – in Russland zugekauft. Mit Wirkung zum 9. Dezember hat man die als fünftgrößte Baumaschinenmesse der Welt geltende CTT Expo Moskau von der privaten russischen Messegesellschaft Media Globe LLC übernommen. „Die CTT ist eine international bekannte und gefestigte Veranstaltung. Sie ist eine ideale Ergänzung unseres weltweiten Baumaschinen-Clusters“, erläutert Klaus Dittrich, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München. Zu deren Portfolio an Baumaschinenmessen gehören abgesehen von der Bauma und nun eben der CTT Expo, die seit 2000 jährlich in Moskau stattfindet, zuletzt mit einer Größe von 53.900 Quadratmetern 670 Aussteller anlockte und im kommenden Mai wieder startet, noch die Bauma China in Shanghai (nächster Termin: 22. bis 25. November 2016), die Bauma ConExpo India (nächster Termin 12. bis 15. Dezember 2016) sowie die Bauma ConExpo Africa in Johannesburg (nächster Termin: 2018). „Mit der Weltleitmesse Bauma in München als dem Herzstück und unseren Veranstaltungen in Shanghai, Neu-Delhi, Johannesburg und zukünftig in Moskau erreichen wir einen weltweiten Marktanteil von über 50 Prozent“, ergänzt Dittrich.

„Mit diesem Zukauf werden wir auf Anhieb der viertgrößte ausländische Messeveranstalter in Russland und schaffen dort auch die Basis für die Etablierung weiterer Messeveranstaltungen“, so Messe-München-Auslandsgeschäftsführer Stefan Rummel. Media-Globe-Besitzer Alexey Striganov soll Partner der Münchner in Russland fungieren und bleibt demnach als Gesellschafter in der neu gegründeten Firma, um den neuen Eignern so den Zugriff auf das bestehende Netzwerk im bzw. das Know-how rund um den russischen Markt zu sichern sowie – wie Rummel ergänzt – gemeinsam „unser Portfolio in Russland weiter ausbauen“ zu können. „Mit unserem Engagement in Moskau unterstützen wir auch die Weiterentwicklung unserer Messen am Standort München wie auch die heimische Wirtschaft“, ist Dittrich überzeugt. Russland sei trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht nur ein wichtiges Aussteller- und Besucherland für den Standort München, sondern auch ein wichtiger Absatzmarkt für die Bau- und Bergbaumaschinenbranche. Das Engagement in Moskau wird letztlich als Eintritt in einen neuen Markt gewertet. „Damit können wir uns langfristig den russischen Markt erschließen. Denn jenseits der aktuellen politischen Situation besteht gerade für die Schwerpunktthemen der Messe München in Russland ein erhebliches Potenzial“, glaubt Rummel. cm

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