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Apollo Tyres schafft eigenes „Wachstumsziel 2020“ wohl nicht

Apollo Tyres ist durch die Akquisitionen der vergangenen Jahre – insbesondere durch die Übernahme von Vredestein Banden 2009 – zu einem deutlich internationaleren Unternehmen geworden, als es das zuvor schon war. Während der indische Reifenhersteller vor zehn Jahren ‚nur’ knapp zehn Prozent seiner Umsätze außerhalb Indiens generierte, so waren dies zuletzt schon über 45 Prozent – und das trotz des gescheiterten Ausflugs nach Südafrika, wo 2006 Dunlop Tyres International gekauft und erst in den vergangenen zwei Jahren abgewickelt wurde, und der von vornherein gescheiterten Cooper-Übernahme, für die man dann 2013 2,5 Milliarden US-Dollar bezahlen wollte. In denselben sechs Jahren versechsfachte sich der Umsatz weltweit. Nun relativert Apollo Tyres die eigenen Ziele.

Das Management in Indien will aus Apollo Tyres einen „Global Player“ machen, betonen die Verantwortlichen dort immer wieder. Zuletzt rief Neeraj Kanwar, Vice Chairman und Managing Director von Apollo Tyres, diesen Sommer in einem Zeitungsinterview mit „The Economic Times“ das Ziel aus, Apollo Tyres werde bis 2020 einen Umsatz von sechs Milliarden Dollar erreichen. Das entspräche einer Verdreifachung der Umsätze innerhalb von acht Jahren, nachdem Apollo Tyres im Geschäftsjahr 2011/2012 die ersehnte Marke von zwei Milliarden Dollar Umsatz erreicht hatte; 2006/2007 hatte man die eine Milliarde Dollar geschafft. In den drei vollen Geschäftsjahren seither konnte Apollo Tyres seinen Umsatz indes weltweit nicht einmal mehr um fünf Prozent steigern.

Anfang dieser Woche betonte Apollo Tyres’ neuer CFO Gaurav Kumar nun auch folgerichtig gegenüber der Presse, man werde das „Wachstumsziel 2020“ wohl nicht erreichen. Kumar machte dabei vor allem eine schwächere Nachfrage in Europa, allgemeine Preisabschläge und weiterhin uneingeschränkte indische Lkw- und Busreifenimporte aus China verantwortlich. „Wir sind von makroökonomischen Faktoren nicht isoliert“, betont der im Mai ernannte CFO. Gaurav Kumar Weiter: „Wir haben immer noch die Ambition, Wachstum muss aber auch profitabel vonstatten gehen.“ ab

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