Die Mischung macht’s – Reifen werden immer besser

Montag, 20. Juli 2015 | 0 Kommentare
 
 
 

Ähnlich wie vor Kurzem erst Continental ist nun auch die Schweizer Zeitschrift Auto-Illustrierte in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd der Frage nachgegangen, wie sich die Leistungseigenschaften von Reifen während der vergangenen Jahre verbessert haben. Dazu wurden zwei unterschiedlichen Ausführungen des „Eagle F1 Asymmetric 2“ aus dem Hause Goodyear untersucht: Der eine verfügte über die aktuelle Laufflächenmischung, der andere über eine vor 15 Jahren übliche. Es wurde also ein moderner Unterbau mit einer frisch, aber nach einem alten Rezept produzierten Gummimischung versehen.

„Der Reifen mit der ‚alten’ Gummimischung entsprach designmäßig (Profilgestaltung, Karkasse) ebenfalls dem aktuellen Goodyear ‚Eagle F1 Asymmetric 2’, entsprang sozusagen derselben ‚Backform’. Es wurde lediglich für den Laufstreifen ein Compound verwendet, der dem technischen Stand von vor 15 Jahren entsprach. Das heißt, die das einzige Unterscheidungsmerkmal war tatsächlich nur die Gummimischung in der Lauffläche“, erklärt Thomas Salzinger, Teamleiter Reifen/Fahrversuch beim TÜV Süd, warum beide Probanden daher zum Beispiel beim Aquaplaning quasi identische Leistungen zeigten, nicht aber beim Nassbremsen. Denn vor allem hierbei konnte sich demnach der Reifen mit der neueren Mischung besonders hervortun. Montiert an einem Seat Leon ST 1.4 TGI mit 110 PS als Testfahrzeug soll der aktuelle „Eagle F1 Asymmetric 2“ innerhalb von 27 Metern von Tempo 80 auf 20 km/h verzögert haben, während es mit dem „alten“ Reifen demgegenüber mehr als vier Meter mehr gewesen seien.

Thomas Salzinger ist Teamleiter Reifen/Fahrversuch beim TÜV Süd

Thomas Salzinger ist Teamleiter Reifen/Fahrversuch beim TÜV Süd

„Hochgerechnet auf eine Bremsung bis zum Stillstand hat der Seat dann – mit dem ‚alten’ Reifen – noch rund 30 km/h drauf, wenn er mit dem modernen Reifen schon steht. Entsprechend schwer wäre ein Auffahrunfall ausgefallen“, erklärt Salzinger mit Blick auf diesen Teil der Versuche, der mit jenem identisch war, nach dem die Angaben auf dem europäischen Reifenlabel ermittelt werden. „Das Ergebnis zeigt, dass diese Disziplin aus gutem Grund eine von drei Labelkriterien ist“, meint Salzinger. Doch nicht nur bei Nässe habe der moderne Sommerreifen auf dem in der Nähe von Montpellier gelegenen Goodyear-Dunlop-Testgelände Mireval (Frankreich) glänzen können. Beim Trockenbremsen aus 100 km/h stand das Auto mit dem aktuellen Gummi gemäß den TÜV-Süd-Messungen nach 35,6 Metern. Mit der alten Mischung brauchte es rund anderthalb Meter mehr. Weitere Details zu dem Reifenvergleichstest neu gegen alt können in der August-Ausgabe der Auto-Illustrierten nachgelesen werden. cm

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Kategorie: Markt, Produkte

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