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Dieter Adolph vollendet Ende Januar das 60. Lebensjahr

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Ende dieses Monats vollendet Dieter Adolph – Gründer und Geschäftsführer des auf Zweiradreifen spezialisierten Großhändlers ZBR (steht für Zweiradbereifung) Hohl aus Leverkusen – sein 60. Lebensjahr. Von großen Festlichkeiten will das Unternehmen allerdings absehen, stehe bei Hohl doch die Kundschaft im Mittelpunkt und bereite man sich jetzt schon auf die Aufgaben der neuen Motorradsaison vor. Trotz seiner nun bald 60 Jahre und ungeachtet des Umstands, dass sein Sohn Dennis vor gut zwei Jahren bereits mit in die Geschäftsführung des Betriebes aufgerückt ist, denkt Dieter Adolph noch lange nicht ans Aufhören. Vielmehr will er als „unverzichtbarer Bestandteil der ZBR-Welt“ weiter mit dafür sorgen, dass auch die kommenden Jahre für die Leverkusener so erfolgreich werden wie die zurückliegenden.

„Ich habe bereits vor Jahren mit meinem Sohn Dennis einen designierten Nachfolger gefunden. Gemeinsam bilden wir seit einiger Zeit die Geschäftsführung bei ZBR Hohl. Das ist ein sehr gutes Gefühl, besser hätte es für mich und unsere Kunden nicht kommen können“, so der Seniorchef, der im Geschäftsalltag gleichwohl ein wenig kürzertreten will. Nachdem sein Leben in den letzten Jahren ganz wesentlich von ZBR Hohl bestimmt gewesen sei, schaffe er sich anders als in der Vergangenheit heute ganz bewusst Freiräume für seine – wie er es formuliert – „andere Leidenschaft“: den Golfsport. Und das mit ruhigem Gewissen, wie Adolph hinzufügt. Einerseits, weil die Bewegung und die frische Luft ihn fit halten und helfen sollen, Stress zu kompensieren. Andererseits, weil man bei ZBR Hohl rund um den operativen Leiter Manfred Temme schließlich ein kompetentes und motiviertes Team habe, das abgesehen von einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis, einer verlässlichen und schnellen Logistik sowie einem umfassenden Produktangebot mit hoher Warenverfügbarkeit als einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren des Unternehmens gesehen wird. Nicht umsonst werde man sowohl aufseiten seiner Lieferanten wie auch seiner Kunden aus dem Zweirad- und Reifenfachhandel als Partner für sein verlässliches und loyales Auftreten geschätzt, heißt es.

„Als wir 2001 Zweiradbereifung Hohl gegründet haben, war der Markt eigentlich gesättigt und aufgeteilt. Unser Image und unsere heutige Marktposition kommen deshalb nicht von ungefähr, sondern dahinter stecken extrem harte Arbeit und ein stringentes Konzept. Und unsere nachhaltigen Ziele haben wir immer mit maximaler Disziplin verfolgt“, sagt Dieter Adolph, der die Branche als verantwortlicher Vertriebsmitarbeiter bei Gummi-Mayer (heute Euromaster) von der Pike auf kennengelernt hat, um 1994 als Key-Account-Manager und Filialleiter zu Reifen Hohl in Düsseldorf zu wechseln. War der damalige Schritt eigentlich dadurch motiviert, ein wenig kürzertreten und geschäftlich nicht mehr so viel reisen zu wollen, führte er Adolphs Beschreibungen zufolge im Gegenteil zu noch mehr Arbeit und noch mehr Reisen. Diese intensive und auch für seine Familie anstrengende Zeit möchte er gleichwohl nicht missen, so der ZBR-Hohl-Geschäftsführer im Rückblick. Denn sie sei prägend für die spätere Selbstständigkeit gewesen, nachdem in ihm immer mehr der Gedanke heranreifte, Erlebtes, Wertevorstellungen, Ideen usw. in etwas Eigenes zu investieren. In Pneumobil fand er dann einen Käufer für die Reifen-Hohl-Filialen, um gleichzeitig damit das Pkw-Geschäft komplett hinter sich zu lassen und 2001 gemeinsam mit seinem Partner Jürgen Plumbohm aus Reifen-Hohl-Zeiten die Zweiradbereifung Hohl GmbH zu gründen.

Denn gestartet seinerzeit mit einem weiteren Mitarbeiter im Büro und drei Mitarbeitern im Lager, hat sich an dem damaligen Konzept eines Großhandels allein für Zweiradbereifungen samt Reifenzubehör bis heute nichts geändert. Selbst durch schwere Schicksalsschläge ließ man sich nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen. Gleich im Gründungsjahr beispielsweise brannte das ZBR-Lager nach einem Blitzeinschlag komplett aus. Aufgeben war für Plumbohm und Adolph keine Option. Sie investierten stattdessen weiter, bauten eine neue Lagerhalle in doppelter Größe und waren nach wenigen Monaten wieder im Geschäft. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Partner und Lieferanten zu dem Unternehmen gehalten und es in dieser Zeit gestützt haben, so die Leverkusener in der Rückschau. „Mit Blick auf den erreichten Wiederaufbau waren wir schon stolz, obwohl auf ein solches Negativerlebnis natürlich jeder Unternehmer verzichten kann. Der schlimmste Schicksalsschlag war jedoch der viel zu frühe Tod meines Geschäftspartners Jürgen Plumbohm vor fünf Jahren. Anders als Lagerware sind Menschen eben nicht zu ersetzen“, so Dieter Adolph.

All dies hat zu keiner Abkehr vom zugrunde liegenden Geschäftsmodell geführt, wenngleich ZBR Hohl immer auch mit der Zeit ging und so beispielsweise schon vor über zehn Jahren als einer der ersten Anbieter ein Onlinebestell- und Informationssystem implementiert hat. Über den sogenannten „JuDiMo“-Onlineshop, den es inzwischen über die deutsche Version hinaus zudem in einer englischen und französischen Version gibt, werden nach Unternehmensangaben heute über 90 Prozent der Bestellungen bei dem Großhändler abgewickelt, womit dieser verschlankte Strukturen und letztlich eine Toplogistik verbindet. „Ich bin davon überzeugt, dass Qualität und Verlässlichkeit eine grundlegende Basis dafür sind, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Für diese Unternehmensphilosophie stehen wir bei ZBR Hohl als reiner Spezialist für die Vermarktung von Zweiradreifen an den Fachhandel. Das ist das, was wir können, und dabei bleiben wir. Topkundenservice zu Dumpingpreisen geht nicht, daher gehen wir nicht jeden Wahnsinn in Reifenportalen oder bei großen Reifenpreisvergleichern mit. Für mich persönlich alles Gründe, warum wir uns in enger werdenden Märkten gut behaupten“, meint Adolph. cm

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