Bei Schaeffler sieht man sich „weiter auf Erfolgskurs“

Die Schaeffler AG wähnt sich weiter auf einem „erfolgreichen Kurs“. Diese Sicht der Dinge wird mit einer sehr guten Geschäftsentwicklung während der ersten neun Monate des Jahres begründet, sodass das Unternehmen damit rechnet, seine gesteckten Jahresziele sicher erreichen zu können. Angepeilt wird für das Gesamtjahr 2011 eine Umsatzsteigerung von mehr als zehn Prozent sowie eine EBIT-Marge von mehr als 13 Prozent. „Unser Geschäft entwickelt sich weiter gut. Erneut konnten wir die Opens external link in new windowVorjahreswerte bei Umsatz und Ergebnis deutlich übertreffen“, sagt Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, mit Blick die aktuellen Finanzkennzahlen nach Ablauf des dritten Quartals. Demnach stieg der Umsatz der Schaeffler AG in den ersten neun Monaten 2011 um 15 Prozent auf rund 8,1 Milliarden Euro. Die Region Europa ohne Deutschland konnte nach Unternehmensangaben mit 18 Prozent das höchste Umsatzwachstum verzeichnen, gefolgt von Asien (16 Prozent) und Deutschland (14 Prozent).

„Wie schon im gesamten Jahresverlauf trugen alle Regionen und Unternehmensbereiche zu dieser Entwicklung bei. Der Umsatzanstieg in unseren beiden Sparten Automotive und Industrie lag dabei deutlich über dem jeweiligen Marktwachstum des dritten Quartals“, so Geißinger weiter. Die Sparte Automotive habe den Umsatz um 15 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro steigern können, die Sparte Industrie um 19 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) für die ersten neun Monate wird mit 1,3 Milliarden Euro beziffert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von 19 Prozent entspricht. Gleichzeitig kletterte die EBIT-Marge um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 16,7 Prozent. „Das Konzernergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2011 um 856 Millionen Euro auf 743 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein anteiliges Ergebnis aus der Opens external link in new windowBeteiligung an der Continental AG in Höhe von 229 Millionen Euro“, teilt das Unternehmen darüber hinaus mit, bei dem zum Ende des dritten Quartals weltweit rund 73.000 Mitarbeiter (Deutschland: mehr als 29.000) beschäftigt waren.

„Nach der erfreulichen Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate 2011 rechnen wir auch für den Rest des Jahres mit einer stabilen Nachfrage nach unseren Komponenten, Modulen und Systemen. Zwar sehen wir derzeit erste Anzeichen einer Eintrübung der Nachfrage auf den europäischen Märkten; weltweit liegt unser Auftragsbestand aber weiterhin auf einem guten Niveau. Gegenwärtig rechnen wir damit, dass wir unseren Umsatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern werden“, sagt Geißinger. „Auf dieser Basis gehen wir davon aus, dass wir unsere Prognose, im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent und eine EBIT-Marge von mehr als 13 Prozent zu erzielen, sicher erreichen werden“, fügt er hinzu. Gleichwohl beobachte man die aktuelle Finanz- und Schuldenkrise sehr genau, denn eine weitere Verschärfung der Lage in Europa und den USA sowie anhaltende Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten das Wirtschaftswachstum nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Auch steigende Rohstoffkosten, insbesondere im Bereich Stahl, sowie höhere Personalkosten werden als Faktoren genannt, die sich negativ auf die Margen auswirken könnten. Gleichwohl sieht sich die Schaeffler-Gruppe dank der als stark bezeichneten Ergebnisentwicklung, einer erfolgreichen Refinanzierung im März dieses Jahres und der in den letzten Jahren weiter flexibilisierten Strukturen gut gerüstet für etwaige negative konjunkturelle Veränderungen. „Als ein weltweit führender Automobil- und Industriezulieferer profitieren wir in besonderem Maße von unserer Technologieführerschaft, einem innovativen Produktangebot, einer herausragenden Qualität sowie unserer starken regionalen Präsenz in den Wachstumsmärkten“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG überzeugt. „Wir rechnen auch in einem schwieriger werdenden Marktumfeld damit, dass wir in unseren Kernmärkten auch weiterhin stärker wachsen als der Markt“, so Geißinger. cm

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