Sumitomo gründet eigene Falken-Vertriebsgesellschaft für Europa

Was bereits seit einigen Monaten mehr oder weniger offen die Runde im Reifenmarkt machte, wird nun auch von offizieller Seite bestätigt. Auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG bestätigt die Sumitomo Rubber Industries Ltd. aus Japan nun die Gründung einer neuen Vertriebsgesellschaft für den europäischen Markt. Die Falken Tyre Europe GmbH mit Sitz in Offenbach bei Frankfurt (dort war bisher bereits das europäische Verbindungsbüro des japanischen Reifenherstellers untergebracht) wird zum 1. Januar 2010 den Vertrieb von Reifen der Marken Falken und Ohtsu auf den europäischen Ersatzmärkten übernehmen; aktuell werden diese Reifen über die Goodyear-Dunlop-Organisationen vertrieben. „Die Falken Tyre Europe GmbH zielt darauf ab, die Absätze der Marken Falken und Ohtsu auf den Ersatzmärkten auszubauen und die Zufriedenheit der Kunden durch die Bereitstellung von Produkten zu steigern, die den Bedürfnissen der Region entsprechen“, heißt es dazu aus der Sumitomo-Zentrale in Kobe. Derzeit sind bei der im Dezember 2008 gegründeten Gesellschaft acht Mitarbeiter beschäftigt; sobald der Vertrieb im kommenden Jahr beginnt, soll das Team auf rund 25 Mitarbeiter anwachsen, wovon einige im direkten Kundenkontakt sein werden. Hierfür sucht Falken Tyre Europe im Übrigen noch schlagkräftiges Personal.

Die Gesellschaft hat drei Geschäftsführer: Isamu Ishida, der auch bisher bereits das Falken-Büro in Deutschland geleitet hatte, Satoru Ushida, der gleichzeitig Sales & Marketing Director ist und bereits vor etlichen Jahren einige Zeit in Deutschland bei Falken gearbeitet hatte, sowie Yasutaka Ii. Ebenfalls neu im Boot ist Stefanie Olbertz, die als Assistant Manager Marketing die rechte Hand von Satoru Ushida sein wird. In Bezug auf Logistik soll sich durch die Gründung der neuen Gesellschaft für die Falken-Kunden in Europa – die übrigens nicht vor dem 1. Januar 2010 bei Falken Tyre Europe bestellen können – nicht viel ändern. Die Hälfte der Reifen wird vermutlich per Container direkt an den Kunden gehen, während für die andere Hälfte noch ein europäisches Zentrallager gesucht wird, das mit hoher Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr in Deutschland untergebracht sein wird.

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