Lanxess bestätigt Großinvestition in Butylkautschukanlage

Nachdem jüngst schon in Agenturmeldungen von einer möglichen Lanxess-Großinvestition in eine Produktionsanlage für Butylkautschuk in Singapur die Runde machten, hat Dr. Axel C. Heitmann, Vorstandvorsitzender des Spezialchemiekonzerns, dies nun auch offiziell bestätigt. Demnach wird das neue Werk mit einer Jahreskapazität von bis zu 100.000 Tonnen im Tembusu-Bereich von Jurong Island – einer rund 3.000 Hektar großen künstlichen Insel im Südwesten von Singapur – errichtet. Ihren Betrieb aufnehmen soll die Anlage 2011. Dieses Vorhaben lässt sich das Unternehmen rund 400 Millionen Euro kosten, was es zum bisher größten Investitionsprojekt in der Lanxess-Firmengeschichte macht.

„Schon heute ist Lanxess einer der Marktführer im Butylkautschukgeschäft, das für uns strategische Bedeutung besitzt. Mit der neuen Produktionsanlage in Singapur tragen wir dem weltweit deutlich wachsenden Bedarf Rechnung. Dabei spielt der aufstrebende, asiatische Wirtschaftsraum eine besonders wichtige Rolle. Unser Umsatz mit Kunden in dieser Region ist seit 2004 um rund 45 Prozent gestiegen“, so Ron Commander, Leiter der Business Unit Butyl Rubber innerhalb des Konzerns, die eigenen Aussagen zufolge für einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro steht. Für Butylkautschuk erwartet man seitens des Unternehmens ein nachhaltiges Marktwachstum von jährlich rund drei Prozent während der kommenden 15 Jahre.

Als Wachstumsschwerpunkte werden in diesem Zusammenhang vor allem die Volksrepublik China, Taiwan und Hongkong mit rund sechs Prozent pro Jahr, aber auch Indien mit mehr als acht Prozent genannt. „Neben dem Butylkautschuk selbst gewinnen seine Halogenierungsprodukte, insbesondere Brombutylkautschuk, immer größere Bedeutung und dominieren schon heute den Markt. Das wichtigste Einsatzgebiet von Halobutylkautschuk sind Innerliner – die innerste, luft- und feuchtigkeitsundurchlässige Lage eines schlauchlosen Reifens. Sie halten den Reifendruck über lange Zeit konstant“, heißt es vonseiten des Unternehmens, welches das erwartete Marktwachstum insbesondere auf den Ausbau der Radialreifenproduktion im asiatischen Raum zurückführt.

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