Reifendruckkontrollsystem für Busse von Beru f1systems

Die in Großbritannien beheimatete Beru f1systems Ltd. – 100-prozentige Tochtergesellschaft der Beru AG – hat ein spezielles Reifendruckkontrollsystem für den kanadischen Bushersteller Nova Bus entwickelt. Die Applikation beruht Angaben des Unternehmens zufolge auf der Technologie des Tire Safety Systems (TSS), das unter anderem bei Audi, BMW und Porsche verbaut werde. „Die Implementierung eines Reifendruckkontrollsystems in einem 18 Meter langen Gelenkbus hat uns vor eine Reihe einzigartiger konstruktiver Herausforderungen gestellt”, sagt James Shingleton, leitender Applikationstechniker bei Beru f1systems. „Zum Erzielen einer vollständigen HF-Abdeckung über die volle Buslänge war eine widerstandsfähige Technologie und eine intelligente Komponentenbestückung erforderlich”, erklärt er. In diesem besonderen Fall habe man zudem die rauen Betriebsbedingungen berücksichtigen müssen, denen die Fahrzeuge ausgesetzt sind. Als Beispiel dafür wird der Schutz von Witterungseinflüssen für die Komponenten des Systems genannt.

„Bei Anwendungen im Automotive-Bereich montiert man die Antennen des TPMS-Systems meist an die Unterseite des Fahrzeugs, dadurch ergibt sich der beste HF-Empfang”, erläutert Shingleton. „Mit Ausnahme der Frontantenne, die hinter einem Spritzschutz an der Vorderseite des Fahrzeugs angebracht wird, war dies jedoch bei Nova Bus aufgrund potenzieller Beschädigungsmöglichkeiten durch winterliche Straßenbedingungen nicht möglich. Um dieses Problem zu lösen, haben wir die mittlere Antenne im Fahrgastraum platziert, die beiden hinteren Antennen wurden an einer erhöhten Position am Fahrgestell angebracht. Die Leistungsfähigkeit unseres Systems, das sich unter rauesten Motorsportumgebungen bewährt hat, stellt sicher, dass die Antennen selbst in diesen abgeschirmten Positionen zuverlässig funktionieren”, ist der Beru-Applikationstechniker überzeugt. Nova Busse werden seinen Worten zufolge das gesamte Jahr über in ganz Kanada eingesetzt, wobei sie insbesondere im Winter mit extrem niedrigen Temperaturen, heftigen Schneefällen und sehr stark mit Salz gestreuten Straßen konfrontiert werden. Also nicht gerade ideale Bedingungen für externe Komponenten.

Da sich die Lösung von Beru f1systems jedoch bereits bei Rallyefahrzeugen unter allen Umweltbedingungen bewährt und dabei die erforderlichen Verschleißfestigkeitsstandards erfüllt habe, ist man sich sicher, auch die Anforderungen der Kanadier mit dem eigenen System erfüllen zu können. Es besteht aus vier Digitalantennen, die am Fahrzeug angebracht sind (zwei für die Hinter-, eine für die Mittel- und eine für die Vorderachse), acht Radsensoren (vier auf der Hinter-, zwei auf der Mittel- und zwei auf der Vorderachse) sowie einem neuen 24-Volt-Steuergerät. Das Reifendruckkontrollsystem von Beru f1systems lässt sich laut dem Unternehmen als Stand-Alone-Lösung oder über ein CAN-Netzwerk nachrüsten. „Reifendruckkontrollsysteme setzen sich bei Bussen immer mehr durch, da Flottenbetreiber versuchen, den Reifenverschleiß zu verringern und den größtmöglichen Kraftstoffwirkungsgrad zu erzielen. Die Gesetzgebung und immer strengere Anforderungen an die Fahrgastsicherheit veranlassen Hersteller und Betreiber, robuste Lösungen zu implementieren“, heißt es vonseiten des Anbieters.

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