Conti-Rentner in USA wollen über Kürzungen reden

Mitte November wollen Vertreter von Pensionären der Continental Tire North America (CTNA) und der US-amerikanischen Gewerkschaft United Steelworkers of America (USW) in Hannover erneut das Thema der Kürzung von Krankenversicherungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter in Conti-Fabriken in Nordamerika diskutieren. Dazu hat das „Bürgerkomitee Continental“ eine öffentliche Veranstaltung geplant, die am 10. November in Hannover stattfinden soll. Seit Anfang des Jahres versuchen die amerikanischen Arbeitnehmervertreter, die oben erwähnten Kürzungen rückgängig zu machen, die CTNA zum 1. März 2007 eingeführt hatte.

Demnach übernimmt der Arbeitgeber nurmehr maximal einen Beitrag von 3.000 des sich insgesamt auf 15.000 US-Dollar pro Jahr belaufenden Krankenversicherungsplanes; die verbleibenden 12.000 Dollar pro Jahr sind seither von den Versicherten selber zu tragen, wenn sie ihre Versicherung aufrecht erhalten wollen. Für Rentner könne dies eine besonders harte Belastung bedeuten, „da die Kosten der Gesundheitsvorsorge bis zu 90 Prozent der Renten verschlingen können“. In dem hier zitierten Schreiben des US-Kongressausschusses für Arbeits- und Gewerkschaftsrecht und berufstätige Familien vom 24. September an CTNA-Präsident Dr. Alan Hippe wird der Reifenhersteller aufgefordert, einer bereits ergangenen gerichtlichen Anordnung vom 31. Juli 2007 „mit der gebotenen Eile Folge zu leisten und die drastischen Kürzungen (…) rückgängig zu machen“. Ein US-Bundesgericht hatte erstinstanzlich die Kürzungen für unrechtmäßig erklärt und verwies auf vertragliche Verpflichtungen des Reifenherstellers gegenüber seinen ehemaligen Mitarbeitern. Die Continental verweist unterdessen auf das noch ausstehende Urteil des Berufungsgerichtes, bevor entsprechende Zahlungen wieder aufgenommen werden könnten.

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