Werk Charlotte: Conti und Gewerkschaft reden wieder

Continental Tire North America soll den von der US-Gewerkschaft USW vertretenen Arbeitern des Reifenwerkes Charlotte (North Carolina/USA) einen neuen Verhandlungsvorschlag unterbreitet haben, der – so das Unternehmen – bei gleicher Reduzierung der Produktionskosten geringere Einschnitte bei den Arbeitnehmern und Pensionären des betroffenen Standortes erforderlich mache als bislang geplant. Für den 20. und 21. Februar haben beide Seiten deswegen neuerliche Gespräche geplant. Ob und wie dies die bereits für Mitte März angekündigten ersten Entlassungen beeinflussen könnte ist derzeit noch unklar.

Rick Ledsinger, Vice President Human Resources des Werkes und Chefunterhändler des Reifenherstellers, hat im Vorfeld der Verhandlungen gegenüber der Gewerkschaft durchblicken lassen, dass es für die Arbeitnehmervertreter an der Zeit sei, sich „ernsthaft mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen in Charlotte auseinander zu setzen“. Damit hat er für Empörung bei der USW gesorgt, die sich gegen die damit indirekt geäußerte Unterstellung verwahrt, man sei nicht an einem konstruktiven Dialog interessiert. „Wir empfinden es als Beleidigung, dass man uns vorwirft, uns nicht mit den ‚Friss-oder-stirb’-Vorschlägen der Unternehmensleitung zu beschäftigen“, ärgert sich Ron Hoover, Executive Vice President der USW.

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