Gerät Goodyear in die Mühlen des Chapter 11?

In Akron, Ohio, herrscht nach dem Scheitern der Verhandlungen weiter Unsicherheit über den Fortgang des Tarifstreits zwischen Goodyear Tire & Rubber Co. und der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft United Steelworkers of America (USWA). Unterdessen fiel die Goodyear-Aktie, die an der New York Stock Exchange gehandelt wird, um sechs Prozent sowie um weitere 3,8 Prozent im Nachbörsenhandel, da mit dem Abbruch der Gespräche die Wahrscheinlichkeit eines Streiks oder einer Aussperrung der Mitarbeiter aus den 14 betroffenen Fabriken immer wahrscheinlicher wird. Analysten gehen davon aus, dass ein Streik den Reifenhersteller täglich drei bis vier Millionen US-Dollar kosten könnte. Allerdings bestehe die Gefahr, dass das Unternehmen durch einen Streik in die Mühlen des amerikanischen Konkursrechts (Chapter 11 – Reorganisation) gerät, ohne zu wissen, wohin das Verfahren führt. John Rich, Goodyears North American Tire-Chef, appellierte in einem Brief an die 19.000 Mitarbeiter noch einmal: Einschnitte bei den Kosten seien absolut notwendig, ein “Weiter so” sei keine Option. Rich will im Laufe der nächsten Tage weitere Pläne vorlegen, mit denen das Unternehmen, das allein im vergangenen Geschäftsjahr Verluste in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar machte, vor dem drohenden Konkurs gerettet werden kann. Außerdem wolle Goodyear die “informellen Unterredungen” mit Vertretern der Stahlarbeitergewerkschaft fortsetzen.

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