Britische Studie belegt: E-Autos sind Reifenfresser

Eine Studie der British Vehicle Rental and Leasing Association belegt, dass Reifen bei E-Autos deutlich häufiger mit Mängeln versehen sind, räumt aber mit der weitverbreiteten Annahme auf, auch Fahrwerke würden über die Maßen unter den hohen Gewichten leiden (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Eine der ältesten Regeln beim Gebrauchtwagenkauf könnte im Elektrozeitalter obsolet werden: Die Auswertung von 47,4 Millionen Hauptuntersuchungen in Großbritannien – vor Ort als MOT bezeichnet – hat ergeben, dass Elektroautos mit hoher Laufleistung deutlich seltener durchfallen als vergleichbare Verbrenner. Die Studie, die von der British Vehicle Rental and Leasing Association (BVRLA) in Auftrag gegeben und von der unabhängigen Transportforschungsorganisation New AutoMotive durchgeführt wurde, analysierte offizielle Prüfdaten der Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA; ähnlich dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt) um zu untersuchen, wie sich Elektroautos mit zunehmendem Alter und steigender Kilometerleistung verhalten. Eine Untersuchung, die keine Belege dafür liefert, dass schwerere E-Autos vermehrt unter Fahrwerksproblemen leiden, während sie gleichzeitig bestätigt: E-Antriebe verursachen mehr Reifenmängeln.

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3 Kommentare
  1. Johannes says:

    Es braucht (k)eine Studie dazu, um festzustellen, dass früh anliegendes und gleichzeitig sehr hohes Drehmoment den Reifenverschleiß stark ansteigen lässt?
    Unglaublich, wie wenig Verständnis für einfache Zusammenhänge vorhanden ist.
    Nehmt den E-Autos doch einfach untenrum etwas Kraft weg, Problem gelöst und noch Reichweite generiert.

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  2. Tester says:

    Die Studie liefert einen wichtigen Hinweis auf häufiger festgestellte Reifenmängel bei Elektroautos. (was durchaus auch auf andere Faktoren zurückzuführen sein könnte, wie z.B. weniger Fokus des Fahrers, da EVs generell wartungsärmer sind und deshalb auch seltener Reifen gecheckt werden)

    Die Headline „Reifenfresser“ geht jedoch über die tatsächlich gemessenen Daten hinaus.

    MOT-Mängel sind kein direkter Beleg für kürzere Reifenlebensdauer oder höheren Abrieb pro Kilometer.
    Fahrzeuggewicht, Drehmoment, Fahrstil, Reifendruck und Reifenkonstruktion sowie Reifenmarke müssten eigentlich zusätzlich betrachtet werden. (auch könnte hier in UK ein höhere Anteil an Importreifen mit schlechteren Laufleistungen/Mischungen eine Rolle spielen, die das Ergebnis verfälschen könnten)

    Eine sachlichere Botschaft lautet daher: Mehr Aufmerksamkeit für EV-Reifen, aber kein pauschales Urteil gegen E-Autos in Verbindung mit Reifenverschleiß

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    • Johannes says:

      Woher kommt die Annahme, das gerade nach UK Reifen mit schlechteren sprich höherem Verschleiß geliefert werden?
      Importieren die soweiso nicht den Großteil der verkauften Reifen? Es gibt auf der Insel ja keine bedeutende Reifenindustrie.

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