KPMG-Studie: 2030 werden nur noch fünf Prozent der Autos in Europa gebaut

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Im Jahr 2030 werden nur noch fünf Prozent der Autos in Europa gebaut werden. Zudem zerfällt der globale Automarkt. Ein Auto, dass sich in China genauso gut verkaufen lässt, wie n Deutschland und den USA, wird es nicht mehr geben.  Dies ist die Ansicht von Top-Managern die von Wirtschaftsprüfern der KPMG interviewt wurden. Für die Studie „Global Automotive Executive Survey“ wurden weltweit 1.154 Manager und mehr als 2.000 Autoverkäufer aus 30 Ländern befragt.

Das eine Auto, welches sich überall gut verkaufen lässt, wird es nicht mehr geben. Dazu würden die regionalen Anforderungen zu unterschiedlich sein. Und die würden nicht nur durch den Geschmack der Kunden bestimmt, sondern vielmehr auch durch den wachsenden Einfluss der Industriepolitik und die Rohstoffverfügbarkeit. 83 Prozent der Entscheider sehen die Industriepolitik und Regularien, die ja nach Region unterschiedlich sind und die durch Steueranreize und Subventionen forcierte Antriebsform beeinflussen, als einen wichtigen Punkt an, den es zu beachten gilt. Länder mit Zugang zu Lithium etwa würden eher die batteriebetriebene Elektromobilität fördern, andere Regionen würden auf Brennstoffzellen setzten wieder andere auf Hybridantrieb.

Die regionalen Verschiebungen würden nach Meinung der Umfrageteilnehmer zulasten Westeuropas gehen. 76 Prozent der Entscheider seien sich einig, dass 2030 höchstens noch jedes 20. Auto in Westeuropa produziert wird. Auch gehen sie laut der Umfrage davon aus, dass der Verbrennungsmotor nicht mehr den größten Marktanteil besitzen wird.

Beschleunigt werde der Deglobalisierungstrend dabei von den Folgen der Corona-Pandemie. „Mit den aufgelegten Konjunkturpaketen verstärkt sich der politische Einfluss. Jedes Land setzt seinen eigenen Schwerpunkt und schiebt die Automobilindustrie in die gewünschte Richtung“, heißt es bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. „Zugleich beeinträchtigt Covid-19 maßgeblich das operative Geschäft. Mit dem Virus bewegt sich auch die Rezession wellenartig um die Welt. Auf diese regional und zeitlich versetzten Einbrüche bei Nachfrage und Produktion müssen Automobilunternehmen reagieren. In deren Folge wird es noch stärker zu Kooperationen kommen – auch bedingt durch die Digitalisierung, die den Wettbewerb durch Tech-Unternehmen verstärkt.“ cs

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