EU-Importe bei Pkw-/LLkw-Reifen deutlich rückläufig – China profitiert

Während der europäische Reifenersatzmarkt im Corona-Jahr 2020 allgemein bereits deutlich an Volumen eingebüßt hat, trifft dies im Besonderen auch auf das Volumen von Reifenimporten zu. Wie das britische Marktforschungsunternehmen Astutus Research unserer britischen Schwesterzeitschrift TYRES & ACCESSORIES zufolge schreibt, gaben die EU-weiten (inklusive Großbritannien) Importe von Reifen aus dem Consumer-Segment in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 20 Prozent nach. Hatten die 28 EU-Staaten von Januar bis August 2019 noch 105 Millionen Pkw- und LLkw-Reifen von außerhalb der EU importiert, waren dies im diesjährigen Vergleichszeitraum nur noch 84 Millionen Stück. Trotz dieser deutlichen Rückgänge konnte indes ein Land profitieren: China, das die Importstatistik deutlicher denn je dominiert.

Wie Astutus Research weiter berichtet, kamen in den ersten acht Monaten dieses Jahres immerhin 52,7 Prozent aller Consumer-Importreifen aus China. Das entspricht rund 44,3 Millionen Reifen. Gleichzeitig büßte China aber in absoluten Zahlen auch Exporte in die EU inklusive Großbritannien ein, denn im Vorjahrszeitraum hatte China 49,7 Prozent der gesamten EU-Importe bestritten, also 52,2 Millionen Reifen geliefert.

Zu den weiteren wichtigen Ländern, aus denen Consumer-Reifen in die EU geliefert werden, zählen etwa die Türkei (8,3 Prozent), Südkorea (8,2 Prozent), Russland (7,1 Prozent) und Serbien (6,0 Prozent). Dabei haben insbesondere die Exporte aus Südkorea in die EU und nach Großbritannien abgenommen, und zwar Astutus Research zufolge um gleich 35 Prozent. In dieser Zahl zeige sich auch das schrittweise Hochfahren der neuen Nexen-Tire-Reifenfabrik in Tschechien seit der Werkseröffnung im Sommer 2019, die bisher als Importe in die EU kommende Reifen kompensiere. ab

Mehr als die Hälfte aller in die EU und nach Großbritannien exportierter Pkw-/LLkw-Reifen stammte von Januar bis August 2020 aus China (Quelle: Astutus Research)

 

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