Goodyear kündigt hohe Quartalseinbrüche und „aggressive“ Maßnahmen an

Kurz vor der Vorlage des eigentlichen Quartalsberichts hat Goodyear jetzt einige Eckdaten zum Geschäftsverlauf der ersten drei Monate des Jahres veröffentlicht. Darin schlügen sich vor allem die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie nieder, wie der US-amerikanische Reifenhersteller dazu schreibt. Der Mitteilung zufolge rechne Goodyear im ersten Quartal mit einem Umsatz von „geschätzt drei Milliarden US-Dollar“ (2,76 Milliarden Euro), während dies im Vorjahresquartal noch 3,6 Milliarden Dollar waren. Dafür hätte der Hersteller dann „geschätzt 31 Millionen Reifen“ vermarktet, nach 38 Millionen Reifen im Vorjahresquartal. Beides entspräche Rückgängen von minus 17 bzw. 18 Prozent. In diesen Zahlen kämen natürlich die weltweit deutlich rückläufige Nachfrage aus der Erstausrüstung sowie schwache Ersatzmärkte zum Tragen. Aber auch auf der Ertragsseite erwartet das Unternehmen für das erste Quartal 2020 deutlich rote Zahlen.

Wie Goodyear in seiner aktuellen Mitteilung schreibt, werde man für das erste Quartal wohl einen Verlust vor Steuern in Höhe von 185 bis 195 Millionen Dollar (160 bis 170 Millionen Euro) berichten. Im Vergleichsquartal hatte Goodyear einen entsprechenden Verlust von 38 Millionen Dollar gemeldet, nach einem Gewinn von 113 Millionen Dollar 2018. Wann der endgültige Quartalsbericht erscheinen soll, ist aktuell nicht bekannt.

Darüber hinaus kündigt Goodyear ferner an, „rasch Maßnahmen zu ergreifen, um die Betriebskosten und Investitionsausgaben als Reaktion auf den rapiden Rückgang des Marktvolumens aggressiv zu senken“. Zusätzlich zu den bereits vollzogenen Werksschließungen, auch in Deutschland, wolle Goodyear zunächst keine Quartalsdividenden zahlen, was zusätzliche Liquidität in Höhe von 37 Millionen Dollar pro Quartal einbringe. Eine weitere Entscheidung, die Liquidität schaffen soll: Goodyear habe eine revolvierende Kreditlinie über zwei Milliarden Dollar mit einer Laufzeit bis 2025 neu vereinbart. ab

 

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