“Schmutzige Reifen”: eine ARD-Reportage über die Arbeitsbedingungen auf Kautschukplantagen

Der größte Produzent von Naturkautschuk ist Thailand. Auf den Plantagen des Landes sollen laut Recherchen von „Exclusiv im Ersten“  vier Millionen Tonnen Kautschuk jährlich geerntet werden. Die Arbeitsbedingungen seien hart. Bis zu zwölf Stunden am Tag schufteten die Arbeiter, bei sehr niedrigen Löhnen und hohen Gesundheitsrisiken. Heute Abend (19. August 2019) läuft um 21:45 Uhr auf der ARD die Reportage „Schmutzige Reifen“. cs

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5 Kommentare
  1. PM says:

    Sehr schöner Bericht in der ARD. Gefallen hat mir auch die Aussage, dass es den Menschen wohl besser gehen würde (vielleicht), wenn der Verbraucher auch bereit wäre, mehr für ein hochtechnisiertes Produkt zu bezahlen!
    Zum Thema Runderneuerte Reifen, muss ich sagen, dass wir seit Jahren unseren Kunden empfehlen, auf Markenprodukte und Neureifen zuzugreifen. Was meiner Meinung auch vollkommen richtig ist.
    Einer “Runderneuerung”, möchte ich die Qualität dieser gar nicht absprechen. Jedoch ist “NIE” klar, was der Reifen im ersten Leben alles erlebt hat und deshalb werde ich weiterhin keine Runderneuerten Reifen empfehlen.
    In Bezug auf Nachhaltigkeit richtig gesprochen….. aber in Deutschland gibt es, entgegen anderer Länder, kein Limit der Höchstgeschwindigkeit (Autobahnen).
    Sicher werde ich keinem Kunden, auf seinem 300 PS Fahrzeug, einen Reifen montieren, der Ihm unter Umständen bei 200 km/h um die Ohren fliegt !
    Das hätte in dem Bericht wohl auch angesprochen werden sollen!
    Weiter bestellt man 4 Runderneuerte Reifen und erhält im Zweifelsfall vielleicht 4 unterschiedliche Karkassen (Hersteller).
    Nein Danke !

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  2. Tina says:

    Meinem Vorredner kann ich da nicht beipflichten, es war kein sehr schöner Bericht, sonder ein Bericht der mich völlig erschüttert hat.
    Das ich als Verbraucher so ahnungslos bin und mir nie ernsthaft Gedanken gemacht habe, wo und unter welchen Umständen die für mich ganz selbstverständlichen Dinge herkommen hat mir den Schlaf geraubt.

    Eine Frage noch….muss man 200 km/ h fahren???

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  3. Jörg G. says:

    zum Komentar vom PM:
    Reifenkauf ist vertrauenssache – sagt man. Dabei ist mir aber eines klar: Hier wird verkauft. Und dabei ist mir als Händler das Produkt am liebsten an dem ich die größten Gewinnmargen habe. Ist ja logisch.
    Die Reifenindustrie stellt Reifen her – alle nach dem gleichen Prinzip und auch mit gleichem Karkassen (=Unterbau). Da gibt es evtl. Unterschiede in den Geschwindigkeitsklassen (SR, VR oder HR Reifen). Mir kann aber keiner einreden, dass die Fa. M eine andere Karkasse hat als die Fa. B oder C.
    Die Preisunterscheide lassen sich nur mit geschickten Marketingmethoden erklären (der billige Reifen kann ja auch gar nicht so gut sein wie das doppelt so teure Modell einer “Markenfirma”).
    Und die “Tests” von großen Automobilclubs finden nicht als Blindtests statt. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Machen Sie doch mal den Selbstversuch mit Sekt – 3 Modelle, 3 Tester, die billige Plörre aus der Tankstelle wird gewinnen!

    Der Bericht war meiner Meinung nach gut recherchiert und zeigt das ganze Ausmaß der Umweltzerstörung und das Geschäftsgebaren der Reifenindustrie. Dass ich die Lebensverhältnisse der Arbeiter vor Ort nicht ändern kann ist mir bewußt – ebensowenig wie dem Mienenarbeiter in einer Goltan-Mine, der für die Smartphone-Industrie schuften.
    Aber ich kann den Müllberg etwas vermindern, die Umwelt entlasten und den Geldbeutel der Marktführer etwas schmälern.
    Umweltschutz ist keine Staatsaufgabe, es ist die Aufgabe eines jeden einzelnen Verbraucher. Wie der Name schon sagt: V E R B R A U C H E R

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  4. Andrea says:

    Interessant fand ich auch den Hinweis, dass hiesige Zementfabriken aufgrund der großen Mengen zerschredderte Altreifen mittlerweile Geld dafür bekommen, das Brennmaterial zu verheitzen, anstatt dafür zahlen zu müssen. Dass in der Folge des Beitrags nun vielfach Argumente gegen die Runderneuerung von Pkw-Reifen angeführt werden, war mir von vornherein klar. Dabei scheint es erstaunlicher Weise einen großen Unterschied zu machen, ob man Nfz-Reifen runderneuert (= in Ordnung, kein Problem!), oder Pkw-Reifen (= großes Sicherheitsrisiko!). Sind schwere Lkw weniger auf zuverlässige Reifen angewiesen als Pkw??

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  5. Werner Vogelgesang says:

    Liebe Frau Andrea,
    ein schwerer LKW fährt auf mindestens 6 Reifen bei 80 KMh Höchstgeschwindigkeit. Im Gegensatz zum PKW werden die runderneuerten Reifen nicht auf die Vorderachse montiert, sondern auf den Antriebsachsen verwendet. Wollen Sie noch mehr dazu wissen?

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