Pirelli gegen Formel-1-Reifenkritik: „Sie müssen uns sagen, was sie wollen“

Seit Jahren nun schon muss Pirelli als Exklusivausrüster der Formel 1 Reifen liefern, die geplant schneller in ihrer Leistungsfähigkeit abbauen, als dies technologisch nötig wäre. Die Idee dahinter: Formel-1-Rennen würden durch zusätzliche Boxenstopps mit Reifenwechseln spannender und glichen nicht mehr Prozessionen auf den Rennkursen dieser Welt. Das Problem nur: Das Talent eines Fahrers lässt sich mittlerweile mehr über das Reifen-Schonen ermitteln als darüber, dass ein Fahrer sich ständig am Limit bewegt und Rennaction bietet.

Gerade in der jüngsten Vergangenheit ist die Kritik am italienischen Reifenhersteller wieder einmal besonders laut. Obwohl Pirelli eben Reifen liefert, die den vertraglich vereinbarten Spezifikationen und vor allem den Wünschen von Formel 1 und Formel-1-Fahrern entsprechen, äußern sich mittlerweile selbst Verantwortliche von Pirelli gegen diese Produktphilosophie der Formel 1: „Wahrscheinlich ist das der falsche Weg“, wird Pirelli-Motorsportchef Mario Isola von Motorsport-Total.com zitiert. Gleichzeitig erinnert er gerade auch Kritik übende Fahrer daran, dass der Wunsch nach stark abbauenden Reifen eben auch von diesen unterstützt wurde. „Sie müssen uns sagen, was sie wollen“, fordert Isola jetzt: Reifen, die es den Fahrern erlauben, alles aus ihren Autos herauszuholen, oder solche, mit denen man regelmäßig an die Box muss.

Ob sich hier die Philosophie ändern wird, sei alles andere als sicher, so das Medium weiter. In der derzeit laufenden Ausschreibung für die Jahre 2020 bis 2023, an der neben Pirelli bekanntlich auch Hankook teilnimmt, werden erneut und ausdrücklich stark abbauende Reifen gefordert. ab

 

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