Reifen nicht an WEC geliefert: Michelin soll Viertelmillion Euro Strafe zahlen

Da Michelin nicht rechtzeitig vor dem ersten Rennen der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), die am vergangenen Sonnabend in Spa-Francorchamps mit dem Sechs-Stunden-Rennen gestartet war, einem neuen Passus im WEC-Regelwerk nachgekommen war und 720 für die Einlagerung bei der FIA vorgesehene Reifen nicht angeliefert hat, soll der Hersteller jetzt eine saftige Strafe zahlen. Die Stewards hatten daraufhin beschlossen, Michelin müsse 50.000 Euro sofort bezahlen und weitere 200.000 Euro, sollten die Reifen bis zum kommenden 24-Stunden-Rennen in Le Mans am 17. Juni immer noch nicht bei der FIA sein, berichtet Motorsport-Total.com dazu. Hintergrund der neuen Einlagerungsregel ist dem Medium zufolge der Wunsch der WEC-Veranstalter, „dass während einer laufenden Saison keine Weiterentwicklung bei den Reifen stattfinden soll. Die eingelagerten Produkte sollen zufällig während der Saison an die Teams ausgegeben werden, um versteckte Neuentwicklungen im Falle eines Falles entlarven zu können.“

Wie Motorsport-Total.com weiter berichtet, hätte zwar auch die WEC bestätigt, dass Michelin die Verantwortlichen bereits Ende 2017 davon in Kenntnis gesetzt hatte, „dass man aufgrund der Engagements in zahlreichen Rennserien wie MotoGP, WRC oder WEC nicht ausreichend Produktionskapazitäten für die Herstellung der zusätzlichen Pneus habe“. Man sei von FIA und ACO allerdings nie gehört worden, heißt es vom Reifenhersteller aus Clermond-Ferrand; dem widersprechen die Stewards ausdrücklich. ab

 

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