Motorradzulassungen 2017 europaweit rückläufig, Mopeds gefragter

Nicht nur in Deutschland war die Zahl der neu zugelassenen motorisierten Zweiräder im vergangenen Jahr rückläufig. Auch in Europa insgesamt kamen weniger Maschinen neu auf die Straßen.

Wie der europäische Verband der Motorradindustrie ACEM (Association des Constructeurs Européens de Motocycles) berichtet, hat sich nach dem dritten Quartal in den letzten drei Monaten des zurückliegenden Jahres nicht mehr viel am grundsätzlichen Rückwärtstrend geändert. Soll heißen: Die Zulassungszahlen neuer Motorräder gingen 2017 europaweit um 9,5 Prozent auf gut 913.400 Einheiten zurück. Da dafür aber die Nachfrage nach Mopeds gegenüber 2016 um sogar 26,1 Prozent auf 399.400 Fahrzeuge zulegen konnte, steht in Sachen motorisierter Zweiräder mit in Summe leicht mehr als 1,3 Millionen Maschinen lediglich ein Minus von einem Prozent unterm Strich. Darüber hinaus weist die ACEM-Statistik für das vergangene Jahr übrigens noch über 48.400 neue sogenannte Quads aus, deren Beliebtheit gegenüber 2016 aber um 31,4 Prozent zurückging.

Dabei beziehen sich diese Zahlen auf Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor, zu denen 2017 dann noch einmal gut 4.100 Motorräder mit Elektromotor (plus 17,9 Prozent) sowie 27.000 Mopeds (plus 138,3 Prozent) und 3.200 Quads (minus 54,8 Prozent) mit elektrischem Antrieb hinzugezählt werden müssen. Das bedeutet, dass nach wie vor 97,5 Prozent aller von der Verbandsstatistik erfassten Fahrzeuge konventionell angetrieben werden und lediglich 2,5 Prozent per Elektromotor als Alternative. Im Jahr zuvor lag das Kräfteverhältnis noch bei 98,4 zu 1,6 Prozent. Alle Fahrzeuggattungen und Antriebsarten zusammengerechnet spricht die ACEM für das vergangene Jahr von insgesamt knapp 1,4 Millionen Neufahrzeugen bzw. einem diesbezüglich 1,6-prozentigen Rückgang der Nachfrage gegenüber dem Zwölfmonatszeitraum davor. christian.marx@reifenpresse.de

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