Round Table Reifentechnik: Winterreifen, Runflats, Ventile im Fokus

Zur mittlerweile zwölften Ausgabe des „Round Table Reifentechnik“ hatte Stahlgruber Ende MĂ€rz ins VerwaltungsgebĂ€ude des Unternehmens eingeladen und einmal mehr sind alle, die – wie Peter Dahlheimer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der vor kurzem erst neu gegrĂŒndeten Tip Top Automotive GmbH, es bei seiner BegrĂŒĂŸung der Teilnehmer formulierte – „in Sachen Reifen und RĂ€der aktiv sind“, gekommen. Egal ob Reifen- oder Fahrzeughersteller, VerbĂ€nde, PrĂŒfinstitutionen, Runderneuerer oder ReifenhĂ€ndler – aus allen Bereichen der Branche waren wieder rund 100 GĂ€ste nach Poing (bei MĂŒnchen) gereist, um sich bezĂŒglich der neuesten Entwicklungen aufseiten des Marktes bzw. bezogen auf aktuelle Produkttrends zu informieren. FĂŒr die Wissensdurstigen hatte Stahlgruber einen abwechslungsreichen Mix an Themen zusammengestellt, wobei ein Update der Daten zum deutschen Reifenmarkt bzw. der Marktstrukturanalyse des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) ebenso auf der Agenda zu finden war wie die StVO-Novelle in Bezug auf eine geeignete Bereifung im Winter, Neues rund um die Runderneuerung von Lkw-Reifen, die Reparatur und Montage von Notlaufreifen sowie die Vorstellung des ReifenprĂŒfzeichens des TÜV SĂŒd oder die jĂŒngst bekannt gewordenen Ventilprobleme bei Transporterreifen.

Laut BRV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hans-JĂŒrgen Drechsler, der die aktuellen Marktdaten des BRV prĂ€sentierte, war das Jahr 2005 – zumindest was das Pkw-ErsatzgeschĂ€ft angeht – „ein ausgesprochen gutes“ fĂŒr den deutschen Reifenfachhandel. Und ein historisches zugleich, denn erstmals wurden mehr Pkw-Winterreifen verkauft als Pkw-Sommerreifen. Dieser Trend wird sich seiner EinschĂ€tzung zufolge in den kommenden Jahren weiter fortsetzen, schon allein aufgrund der im Zuge der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Dezember 2005 konkretisierten Passage im Gesetzestext, in dem nunmehr eine an die WitterungsverhĂ€ltnisse angepasste Bereifung von Kraftfahrzeugen gefordert wird. „Allerdings sind wir in der Prognose, was dies letztendlich hinsichtlich des Absatzes von Winterreifen in der Saison 2006/2007 bringt, eher konservativ und gehen von einem Plus von etwa sechs Prozent aus. Manche Reifenhersteller sind da etwas mutiger und rechnen sogar mit einem Zuwachs von zehn Prozent oder mehr“, so Drechsler.

Warum der Branchenverband eher vorsichtig kalkuliert, machte der BRV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer auch gleich deutlich. „In den schneereichen Regionen Deutschlands sind kaum Impulse durch die Änderung der StVO zu erwarten, da hier bislang ohnehin schon UmrĂŒstquoten von deutlich ĂŒber 80 Prozent erreicht wurden“, sagte er. Dennoch werde es tendenziell weiter dabei bleiben, dass die Winterreifen die Sommerreifen „fressen“. Das heißt: Das WinterreifengeschĂ€ft wird fĂŒr den Handel noch wichtiger, die Saisonspitze im Herbst noch ausgeprĂ€gter und die im FrĂŒhjahr immer flacher, da zudem immer mehr Autofahrer im Sommer mit Winterreifen unterwegs sind (vgl. bereits NEUE REIFENZEITUNG 3/2006). Bei den Llkw-Reifen hat der Verband im Übrigen ebenfalls eine positive Absatzentwicklung beobachten können – hier wird als Wachstumsmotor ebenfalls hauptsĂ€chlich die erhöhte Nachfrage nach M+S-Reifen identifiziert. „Einziger Wermutstropfen fĂŒr den Reifenhandel: Der Absatz bei den Lkw-Reifen war im vergangenen Jahr wiederum rĂŒcklĂ€ufig – sowohl bei den Neu- als auch bei den runderneuerten Reifen“, wie Drechsler ausfĂŒhrte.

Als einen der GrĂŒnde dafĂŒr nannte er den seit zwei bis drei Jahren andauernden OE-Boom. „Der Ersatzbedarf fĂŒr diese vielen neuen Fahrzeuge wird erst zeitverzögert im Markt zu registrieren sein“, so sein ErklĂ€rungsansatz. Hinzu komme das nach dem „Ausflaggen“ von Fahrzeugflotten der Ersatzbedarf halt nicht mehr in Deutschland anfalle, sondern an den neuen, meist osteuropĂ€ischen Standorten der betroffenen Unternehmen. Hinzu komme noch die weiter andauernde Strukturkrise in der Bauwirtschaft, die zu einem RĂŒckgang der Lkw-ReifenverkĂ€ufe im ErsatzgeschĂ€ft fĂŒhre. „Aber es gibt durchaus noch einen weiteren Grund. Heutige Lkw-Reifen sind schlicht und ergreifend zu gut. Die Laufleistung der Reifen hat in den zurĂŒckliegenden Jahren schließlich immer weiter zugenommen“, fĂŒgte Drechsler hinzu. Nichtsdestotrotz gibt sich der BRV seinen Worten zufolge „zugegebenermaßen etwas mutig, was die Prognose fĂŒr 2006 angeht“. Denn man rechne in einem „stark von Hoffnung geprĂ€gten Szenario“ mit einem leichten Plus fĂŒr dieses Jahr. SchĂŒtzenhilfe soll auch hier die StVO-Novelle leisten, denn die Forderung nach einer an die Witterung angepasste Bereifung gilt schließlich fĂŒr alle Kraftfahrzeuge und damit genauso fĂŒr schwere Lastkraftwagen wie fĂŒr Pkw oder gar MotorrĂ€der.

In unserem Nachbarland Österreich will man möglicherweise sogar noch einen Schritt weitergehen, denn dort arbeitet man an einer Winterreifenpflicht fĂŒr Lastkraftwagen und Sattelfahrzeuge mit einem zulĂ€ssigen Gesamtgewicht von ĂŒber 3,5 Tonnen. Wie genau die neue Regelung, die laut Michael Wondraschek, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Reifen Wondraschek, im Zuge der 27. Novelle des Kraftfahrzeuggesetzes (KFG) schon zur Wintersaison 2006/2007 in Kraft treten soll, aussehen wird, ist derzeit allerdings noch unklar. Zurzeit – so Wondraschek – befinde sich der Gesetzentwurf in einer Begutachtungsphase, da von verschiedenen Seiten Änderungen an dem Entwurf gefordert wurden (vgl. bereits NEUE REIFENZEITUNG 2/2006). „Mit dieser GesetzesĂ€nderung soll die Verkehrssicherheit im Winter verbessert werden. Liegen gebliebene oder hĂ€ngen gebliebene Schwerfahrzeuge sind hĂ€ufig unfallauslösende Faktoren bzw. fĂŒhren zu unpassierbaren Straßen und zu Stau. Daher soll eine Winterreifenpflicht an den RĂ€dern zumindest einer Antriebsachse jeweils vom 15. November bis zum 15. MĂ€rz sowie die Pflicht zur Mitnahme von Schneeketten fĂŒr mindestens zwei AntriebsrĂ€der vorgeschrieben werden“, verdeutlichte Wondraschek.

Dass dies als Maßnahme ausreicht, um Staus durch auf glatten Straßen nicht vorankommende Lastwagen zu verhindern, wird von Peter Sponagel, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK), allerdings bezweifelt. „Man kann die Situation, wie sie sich bei Pkw darstellt, nicht einfach eins zu eins auf schwere Nutzfahrzeuge ĂŒbertragen. Dazu sind beide Fahrzeugarten viel zu unterschiedlich. Bei den Lkw gibt es eine viel grĂ¶ĂŸere Fahrzeugvielfalt, das VerhĂ€ltnis von Teil- und voller Beladung ist bei Lastwagen um ein Vielfaches grĂ¶ĂŸer und je nach Achsposition und Einsatzart ergeben sich hinsichtlich der Bereifung jeweils andere Anforderungen“, so Sponagel. FĂŒr den Vortrieb spiele die Bereifung der Antriebsachse zwar eine wichtige, aber nicht die alles entscheidende Rolle. „Selbst der allerbeste Winterreifen beispielsweise mit einer fĂŒr skandinavische VerhĂ€ltnisse optimierten Mischung auf der Antriebsachse eines Sattelzuges kann nicht viel mehr Traktion bringen als ein gewöhnlich meist ohnehin M+S-markierter ‚normaler’ Antriebsachsreifen, wenn durch ungĂŒnstige Beladung die zu transportierende Last eher die Aufliegerachsen belastet als die Antriebsachse der Zugmaschine“, zeigte er ein Praxisbeispiel auf.

Nichtsdestotrotz hat der WdK ein Formblatt entworfen, mit dem die Reifenhersteller dem Handel bzw. dessen Kunden wie Speditionen und Fuhrunternehmen Hilfestellung im Form der Empfehlung einer „StVO-konformen Bereifung“ geben wollen. Je nach klimatischen Bedingungen (durchschnittliche mitteleuropĂ€ische VerhĂ€ltnisse oder ĂŒberwiegend winterliche Bedingungen) und Einsatzart (Lenk- oder Antriebsachse) sowie Einsatzbedingungen (Fernverkehr, Baustellenverkehr usw.) soll auf diesem Formblatt die jeweils aus Sicht des Herstellers optimale Bereifung vermerkt werden. „Der beste Reifen nutzt nichts, wenn der Verkehr steht“, rĂŒckte Sponagel allerdings ein weiteres Mal ergĂ€nzende Maßnahmen in den Vordergrund. „Bei extremen winterlichen Bedingungen mĂŒssen auch andere Maßnahmen oder Hilfsmittel greifen, so etwa ein vonseiten des Gesetzgebers ein Überholverbot, die Verpflichtung, ParkplĂ€tze oder den Standstreifen anzufahren, oder das Sperren von Autobahnauffahrten, damit RĂ€um- und Streufahrzeuge durchkommen. Außerdem sollten Spediteure die richtige Beladung ihrer Fahrzeuge sicherstellen, Schleuderketten bei den Lastwagen einsetzen und im Herbst rechtzeitig auf neue Reifen umrĂŒsten“, fĂŒgte er hinzu.

Mit Notlaufreifen und deren ReparaturfĂ€higkeit sowie Ventilen, die anscheinend bei manchen Transportern zu plötzlichem Druckverlust in den Reifen fĂŒhren können, hatte man neben Winterreifen bzw. der in der neuen StVO geforderten „an die Witterung angepassten Bereifung“ noch weitere Themen auf der Tagesordnung des Round Table, die derzeit in der Branche fĂŒr GesprĂ€chsstoff sorgen. So prĂ€sentierten beispielsweise Hans-Rudolf Hein und Gerd Runtsch, bei BMW bzw. DaimlerChrysler fĂŒr die Reifenentwicklung verantwortlich, die Philosophien der durch sie vertretenen Unternehmen in Sachen Runflats. Dass die Bayern im Lager der Fahrzeughersteller getrost als treibende Kraft in Bezug auf die Marktdurchdringung von Notlaufreifen gelten dĂŒrfen, ist in der Branche allgemein bekannt – immerhin werden neue BMW-Modelle wie der aktuelle Einer oder Dreier mittlerweile ausschließlich auf Reifen mit verstĂ€rkten SeitenwĂ€nden ausgeliefert. Und so kann die von Hein genannte Zahl von inzwischen jĂ€hrlich 5,2 Millionen Runflat-Reifen mit der herstellereigenen, aber vom freien Handel nicht besonders geliebten Sternmarkierung nicht wirklich verwundern.

Hein gab zu, dass es in der Anfangsphase der EinfĂŒhrung von Notlaufreifen zu Problemen bei der Montage der Pneus in den Servicebetrieben gekommen ist. „Die steiferen SeitenwĂ€nde stellen unzweifelhaft höhere Anforderungen bei der Montage. Vergleichbar ist dies etwa mit der EinfĂŒhrung der Breitreifen durch Pirelli vor etwa 25 Jahren. Wenn man allerdings das richtige Equipment benutzt, die Montageanleitung befolgt und seine Mitarbeiter regelmĂ€ĂŸig schult, ist das heute kein Problem mehr“, so Hein, dem Frank Scherl vom WerkstattausrĂŒster Butler mehr oder weniger sekundierte. „Runflats lassen sich schwerer montieren als Standardreifen, und viele Monteure sind froh, wenn der Reifen endlich auf dem Rad sitzt. Doch mit modernen Montagemaschinen und dem richtigen Zubehör ist das Ganze viel einfacher“, rĂŒhrte Scherl die Werbetrommel unter anderem fĂŒr Butlers Montageband und den so genannten „Wulstboy“ (vgl. bereits NEUE REIFENZEITUNG 3/2006). „Bevor wir einen Reifen fĂŒr unsere Fahrzeuge freigeben, fĂŒhren wir ohnehin eine MontageprĂŒfung auf allen in unseren Servicebetrieben vorhandenen Maschinentypen durch“, ergĂ€nzte Hein darĂŒber hinaus.

Aber es ist nicht etwa solcherlei „Aufwand“, der Wettbewerber DaimlerChrysler zu einer etwas anderen Sichtweise im Zusammenhang im Notlaufreifen verleitet. „Unserer Erfahrung nach sind die Kunden nicht besonders scharf auf Notlaufreifen, die wir unter als ‚MOExtended’-Version natĂŒrlich ebenfalls anbieten. Wir halten daher aber nichts von einer Art ‚Zwangskopplung’ wie bei BMW“, so Runtsch, der wohl deswegen auch von nur „geringen Verkaufszahlen“ an Runflats zu berichten wusste. „FĂŒr die Modellgeneration vor der aktuellen S-Klasse haben wir extra einen Notlaufreifen zusammen mit den Reifenherstellern entwickelt, letztendlich haben wir dann aber nur ganze 13 Reifen dieser Art abgesetzt“, erlĂ€uterte Runtsch. Und in der noch weiter zurĂŒckliegenden Vergangenheit habe man Ă€hnliche Erfahrungen gemacht. „Als wir die damalige S-Klasse mit dem CTS-Reifensystem ausrĂŒsteten, waren wir zunĂ€chst erstaunt, wie stark diese Option nachgefragt wurde. Allerdings stellten wir dann fest, dass es den Kunden nicht auf die Notlaufeigenschaften der Reifen ankam, sondern eher auf das offensichtlich gelungene Design des Rades“, fĂŒgte er hinzu.

Mit zu der eher zögerlichen Haltung in Sachen Notlaufreifen hat sicherlich beigetragen, dass Fahrzeuge der Marke Mercedes traditionell vor allem mehr in Richtung Komfort denn auf ausgesprochene Sportlichkeit ausgelegt werden. Und diesbezĂŒglich mĂŒsse man bei heutigen Runflats immer noch leichte Einbußen hinnehmen. „Außerdem erweitert ein Reifendruckkontrollsystem die MobilitĂ€t, auf die es den Kunden letztendlich ja ankommt, schon im Vorfeld. Denn mit ihm lĂ€sst sich ein schleichender Druckverlust, der in der ĂŒberwiegenden Zahl der FĂ€lle einem kompletten Druckverlust bzw. einer tatsĂ€chlichen Reifenpanne vorangeht, rechtzeitig erkennen“, gab Runtsch die Sichtweise bei DaimlerChrysler wieder.

Auf die Möglichkeit zur Reparatur von Notlaufreifen gingen sowohl Hein als auch Runtsch allerdings nicht ein. DafĂŒr hat man im Hause Stahlgruber eine eigene Versuchsreihe dazu durchgefĂŒhrt, in deren Rahmen entsprechende Reifenmodelle in der Dimension 205/55 R16 91V und von vier verschiedenen Herstellern ĂŒberprĂŒft wurden. „Nachdem zu Beginn die Reifen mittels Shearographie untersucht und einer optischen PrĂŒfung unterzogen wurden, folgten die eigentlichen TestlĂ€ufe mit Minderdruck. Bei einem bar Druck, einer Radlast von 615 kg wurden die Reifen eine Stunde lang auf einem PrĂŒfstand mit 120 km/h gefahren – je einer mit null bzw. drei Grad Sturz“, erlĂ€uterte Dieter Thalhammer den PrĂŒfablauf. Danach seien die Reifen erneut per Shearographie untersucht worden, wobei seinen Worten zufolge bei allen acht Reifen keine SchĂ€den feststellbar waren.

Dann wurden die LaufflĂ€chen aller Pneus an jeweils sieben Stellen vorsĂ€tzlich geschĂ€digt (Durchstich) und anschließend auf sieben verschiedene Arten repariert. Er folgten weitere PrĂŒfstandslĂ€ufe bei einem Druck von 3,5 bar und der gleichen Radlast wie zuvor: 48 Stunden bei 100 km/h, 72 Stunden bei 130 km/h sowie 24 Sunden bei 200 km/h. Bei der darauf folgenden shearographischen Untersuchung wurde nur bei einem Reifenmodell eine SchĂ€digung festgestellt, die laut Thalhammer aber nicht auf die Reparaturen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Weitere Untersuchungen (Röntgenanalyse) dazu laufen derzeit allerdings noch. „NatĂŒrlich empfehlen wir keine Reparaturen an den SeitenwĂ€nden von Notlaufreifen, aber bezĂŒglich SchĂ€den an der LaufflĂ€che konnten wir anhand unserer Versuchsreihe zwischen Notlauf- und konventionellen Radialreifen keinerlei Unterschiede bei der ReparaturfĂ€higkeit feststellen“, lautete deshalb Thalhammers Fazit.

Einem weiteren derzeit „heiß diskutierten“ Thema widmeten sich gleich drei Referenten: der bei einigen Transportern beobachteten HĂ€ufung von VentilausfĂ€llen, der sich jetzt auch das Kraftfahrtbundesamt angenommen hat. Hierbei kommen den nahezu ĂŒbereinstimmenden Aussagen von Michael Immler, Vorsitzender der Landesinnung des Bayerischen Vulkanisierhandwerks, Alexander Bockenheimer von der Technischen UniversitĂ€t Darmstadt sowie Josef Seidl vom Ventilhersteller Alligator mehrere Faktoren zusammen. So verwenden manche Fahrzeughersteller offensichtlich die falschen Ventile, die unter UmstĂ€nden gar nicht fĂŒr die in Transporterreifen auftretenden LuftdrĂŒcke ausgelegt sind. Auch sei die Felgenkontur der verbauten RĂ€der nicht immer so ausgelegt, dass der korrekte Sitz der Ventile gewĂ€hrleistet sei. Hinzu kĂ€men Dinge wie eine nicht immer garantierte sachgemĂ€ĂŸe Montage der Ventile oder Faktoren wie Schmutz im Ventil und dergleichen mehr.

Bleibt zu hoffen, dass durch die Thematisierung dieser Problematik im Rahmen des Round Table Reifentechnik in Kombination mit der Initiative des Kraftbundesamtes dieses Sicherheitsproblem alsbald zu den Akten gelegt werden kann. Denn genau das ist auch eine Intention der Macher hinter dieser alljĂ€hrlichen Veranstaltung. Aktuelle und kontroverse Themen werden zur Diskussion gestellt und um interessante Informationen – wie diesmal beispielsweise rund um das TÜV-ReifenprĂŒfsiegel oder das E-Learning-Angebot von Michelin, ĂŒber welche die NEUE REIFENZEITUNG bereits des Öfteren berichtete – angereichert, was in der Summe dann letztendlich die im Reifen- und RĂ€dergeschĂ€ft Aktiven einen Schritt voranbringen kann. Nach den Erfolgen in den zurĂŒckliegenden Jahren können sich die Organisatoren somit schon eigentlich mehr oder weniger sicher sein, dass auch 2007 wieder kein Platz im Tagungsraum der Poinger Stahlgruber-Zentale unbesetzt bleiben wird.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

ï»żAn Diskussionen teilnehmen
ï»żHinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert