Hunderte Goodyear-Beschäftigte in Wittlich wechseln zu neuer Tochtergesellschaft

Letztlich scheint alles wohl weniger schlimm als zunächst befürchtet. Vor einigen Wochen hatte der Goodyear-Gesamtbetriebsrat anlässlich der geplanten der Schließung des Reifenwerkes in Philippsburg schon den Teufel an die Wand gemalt, hierzulande stünde bei dem Konzern der „größte Personalabbau in der Firmengeschichte“ an. Zwar fallen wie angekündigt tatsächlich die rund 900 Stellen besagten Werkes weg, nachdem zwischenzeitlich dessen Aus endgültig besiegelt wurde. Doch von darüber hinausgehenden Stellenstreichungen ist – wie Goodyear schon unmittelbar nach dem entsprechenden Aufschrei des Gesamtbetriebsrates richtig gestellt hatte – wohl nicht auszugehen.

Die Arbeitnehmervertreter hatten im Zuge des vom Konzern angedachten Wechsels eines Teils seiner Belegschaft in ein neues Tochterunternehmen, in dem der Bereich rund um die Produktion gebündelt wird, das Ganze wenigstens mit dem Verlust deren betrieblicher (Tarif-)Rechte gegenüber ihrem bisherigen Arbeitgeber gleichgesetzt, wenn nicht sogar mit einem möglichen Verlust ihres Jobs. Wie der Trierische Volksfreund aktuell berichtet ist es zumindest mit Blick auf den Standort in Wittlich aber nicht an dem.

Nach Informationen des Blattes hat die Geschäftsführung des Reifenherstellers gemeinsam mit dem Betriebsrat zwei Tarifverträge vorbereitet, mit denen die Betriebsrätestruktur sowie Rechte und Vorteile von den rund 900 Mitarbeiter im Wittlicher Reifenwerk, die von einer Ausgliederung in die neue Tochtergesellschaft Goodyear Dunlop Tires Manufacturing zum 1. Juli betroffen sind, bis Ende 2022 festgeschrieben werden sollen. Jedenfalls habe Betriebsratschef Joachim Weberskirch Entwarnung gegeben hinsichtlich befürchteter Nachteile für die Arbeitnehmer, die – wie es weiter heißt – heute entsprechend informiert würden, sodass die Verträge schon am Freitag unterzeichnet werden könnten. cm

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