Continental-Karriere-Umfrage ergab: Keine Angst vor „Kollege Computer“

Nur zwei Prozent der Studierenden beziehungsweise drei Prozent der Berufstätigen in Deutschland fürchten Arbeitsplatzverluste durch Digitalisierung. Vielmehr glauben sie sogar, mithilfe moderner Technologien ihr Berufsleben besser mit ihrem Privat- und Familienleben in Einklang zu bringen als bisher. Ihre größte Sorge ist aber gleichzeitig, mehr Stress bei der Arbeit zu erleben. Selten zuvor habe die Karriere-Umfrage von Continental ein derart zwiespältiges Bild in Sachen Zukunft der Arbeitswelt aufgezeigt, wie die aktuelle Ausgabe der Erhebung mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“, heißt es aus dem Hause Continental.

Die Digitalisierung habe neben der technischen eine starke soziale Dimension „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Menschen in Deutschland um die Veränderungskraft der Digitalisierung für die Arbeitswelt wissen. Aber sie haben oft noch kaum Vorstellungen wie und wann sie sich auswirkt. Chancen und Risiken werden gleichermaßen gesehen“, sagte Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart anlässlich der Veröffentlichung der Studienergebnisse.

Sie sieht die Unternehmen in der Pflicht, die Digitalisierung der Arbeitswelt gemeinsam mit den Beschäftigten anzugehen: „Die Unternehmen haben eine hohe Verantwortung, den Menschen Orientierung zu geben und sie gleichzeitig als mitgestaltende Kräfte in die Veränderungsprozesse einzubinden. Wir haben deshalb unsere Kommunikationsanstrengungen nach innen verstärkt. Die Digitalisierung hat nicht nur eine gewaltige technische, sondern eine mindestens ebenso starke soziale Dimension.“

Das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) habe Mitte 2016 im Auftrag von Continental repräsentativ jeweils rund 1.000 Studierende und Berufstätige im Alter von 35 bis 50 Jahren in Deutschland zu deren Erwartungen an ihr Berufsleben befragt. Laut Umfrage hätten zwar 81 Prozent der befragten Studenten und 68 Prozent der Berufstätigen die Bedeutung der Digitalisierung im Arbeitsleben als hoch eingeschätzt. Gleichzeitig hätten viele Befragte aber Mühe zu erklären gehabt, was Digitalisierung der Arbeitswelt für sie eigentlich bedeutet. Rund ein Drittel habe mit dem Begriff sogar überhaupt nichts anfangen können. Während Studenten in Sachen Digitalisierung der Arbeitswelt vor allem an smarte Technik und Kommunikation denken wüden, hätten die Berufstätigen mit dem digitalen Wandel eher das bereits seit Jahrzehnten propagierte papierlose Büro verbunden.

Keine Erleichterungen durch Digitalisierung

Dass Digitalisierung das Leben vereinfacht, würden mit 46 Prozent der Studierenden und 38 Prozent der Berufstätigen weniger als die Hälfte der Befragten erwarten. 41 Prozent der Studierenden und 43 Prozent der Berufstätigen würden im digitalen Wandel mehr Chancen als Risiken sehen. Rund zwei Drittel der Befragten würden die Meinung vertreten, in den Ausbau der digitalen Infrastruktur müsse mehr investiert werden.

Continental sieht Reinhart für die digitale Transformation gut aufgestellt: „Die hohe Dynamik der digitalen Veränderung eröffnet uns neue Möglichkeiten, denn durch sie entstehen neue Geschäfts- und Erfolgschancen. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir ein Umfeld schaffen, in dem sie mit den Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich weiter wachsen und ihre volle Leistungsbereitschaft entfalten können.“

Reinhart habe ihre Mannschaft deshalb auf folgende vier Personalthemen eingeschworen: Management von Vielfältigkeit, eine inspirierende Führungskultur, lebenslanges Lernen sowie flexible Arbeitsbedingungen. Für letztere habe Continental bereits im September 2016 ein umfassendes Programm gestartet: „Derzeit führen wir mit Hochdruck weltweite Regelungen für flexible Arbeitsbedingungen ein. Damit wollen wir weltweit mehr als 90 Prozent unserer Mitarbeiter mobiles Arbeiten, das Nutzen von Teil- und Gleitzeit sowie längere Auszeitphasen ermöglichen“, erläuterte Reinhart.    cs

 

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