Vollzug: Reifenhandwerksinnungen Bayern und Sachsen ab 2017 vereint

Beschlossen hatten die bisher getrennt agierenden Landesinnungen des Reifenhandwerks in Bayern und Sachsen ihre Fusionierung zwar schon bei ihren jeweiligen Frühjahrsversammlungen beider Körperschaften, doch beim Zusammentreffen beider Körperschaften Mitte September in den Räumlichkeiten der Stahlgruber-Stiftung in München ist das Ganze nun auch mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vollzogen worden.

Die Mitglieder der neuen Landesinnung des bayerischen und sächsischen Vulkaniseur-/Reifenmechanikerhandwerks haben Michael Immler – bis dato Obermeister in Bayern – und sein sächsisches Pendant Falk Müller zu ihrem Obermeister respektive dessen Stellvertreter gewählt. Darüber hinaus ist der Vorstand der ab 2017 dann vereinten Landesinnung noch mit Diana Schmiedel (Crimmitschau, Sachsen), Harry Pempel (Kirchberg, Sachsen), Wolfgang Strobel (Hof, Bayern) und Volker Frickel (Unsleben, Bayern) besetzt. Der Ausschuss für Berufsausbildung wurde arbeitgeberseits demnach einstimmig mit Michael Immler (Vorsitzender) sowie Wolfgang Strobel und Martin Tschauder aus Dresden (Sachsen) besetzt. Ebenfalls einstimmig soll die Wahl der Mitglieder des Gesellenprüfungs- und Zwischenprüfungsausschusses ausgefallen sein. Dieses Gremium ist besetzt mit Michael Immler (ordentliches Mitglied), Wolfgang Strobel (stellvertretendes Mitglied) und Dietrich Mieth aus Radeberg/Dresden (stellvertretendes Mitglied).

Zudem sei Hermann Lorenz (Lauf/Bayern) einstimmig als ordentliches Mitglied in den Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten gewählt worden, während Dietmar Lindner (Zschopau/Dresden), der gemeinsam mit Ingo Schobert (München/Bayern) auch den Rechnungsprüfungsausschuss bildet, als sein Stellvertreter fungiert. Vorsitzender der Tarifkommission bleibt bis 30. Juni 2017 der geschäftsführende Vorsitzende des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) Peter Hülzer, der bei Tarifverhandlungen zudem auf Unterstützung durch die Herren Lorenz, Pfaff (Bamberg), John (Freilassing) und Strobel zählen kann. Der Sitz der neuen Landesinnung wird bei der Stahlgruber-Stiftung in München angesiedelt, der von der Geschäftsstelle bis 30. Juni 2017 vorerst beim BRV in Bonn.

Zumal Peter Hülzer bis dahin auch als Geschäftsführer der neuen, vereinten Landesinnung fungieren wird. „Wir haben heute einen wichtigen Schritt für die Zukunft getan, um die Organisationsstruktur unseres Handwerks in Bayern und in Sachsen zu optimieren“, so Michael Immler mit Blick auf den Vollzug der Innungsfusion. „Der Zusammenschluss sichert die Überlebensfähigkeit unserer berufsständischen Vertretung auf Ebene der beiden Freistaaten. Ich bin froh über die geglückte Fusion und betone, dass wir die Nähe zu den Mitgliedern natürlich in gewohnter Weise aufrechterhalten und verbessern werden. Um weiterhin eine gute Vernetzung mit den Mitgliedern zu garantieren, sind zweimal jährlich stattfindende Innungsversammlungen geplant, die abwechselnd in Bayern und Sachsen stattfinden werden“, ergänzt er. Die nächste Zusammenkunft ist demzufolge für den 7. März 2017 terminiert worden.

„Wir werden die Meinungsäußerung unserer 80 Mitglieder zukünftig noch stärker in unsere Entscheidungsprozesse einbinden und insbesondere das Aktionsprogramm, das im kommenden Jahr das Thema ‚Anwerbung von Auszubildenden im Vulkaniseur-/Reifenmechanikerhandwerk‘ fokussieren wird, intensiv mit den Unternehmern beraten. Erfreulich ist, dass die Fusion nicht aus der Not heraus geboren wurde. Vielmehr haben sich zwei schon bisher gut funktionierende Einheiten zusammengeschlossen, um auch in Zukunft bei den sich verändernden Rahmenbedingungen den Erwartungen unseres Berufsstandes gerecht werden zu können“, sagt Falk Müller. „Zwischenzeitlich wurde das Genehmigungsverfahren zum Zusammenschluss beim bayerischen und sächsischen Wirtschaftsministerium eingeleitet“, berichtet Peter Hülzer, der die Fusionsbestrebungen seit Anfang 2016 intensiv begleitete. „Es handelt sich aber lediglich um einen formalen Akt, da beide Ministerien bereits im Vorfeld signalisiert hatten, ihre Zustimmung geben zu wollen“, erklärt er. cm

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