„Boss-Napping“ bei Goodyear in Frankreich endet im Gefängnis

Mittwoch, 13. Januar 2016 | 0 Kommentare
 

Ein Gericht in Frankreich hat jetzt acht ehemalige Goodyear-Mitarbeiter zu jeweils 24-monatigen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Arbeiter hatten Anfang 2014 den Leiter und den Personalchef des zu schließenden Goodyear-Landwirtschaftsreifenwerkes Amiens-Nord gekidnappt und in einem Konferenzraum des Werks festgehalten. Dieses sogenannte „Boss-Napping“ – in Frankreich kein Einzelfall – hatte 30 Stunden angedauert, bevor die acht Geiselnehmer die beiden Manager freigelassen haben. Das Gericht setzte 15 der 24 Monate zur Bewährung aus. Die acht Arbeiter hatten vor Gericht behauptet, sie hätten „gegen die Gewalt des Unternehmens“ in Notwehr gehandelt, heißt es dazu. Die Schließung der Fabrik sei „Gewalt gegen die Arbeiter“ gewesen. Das Urteil wurde in Frankreich bereits öffentlich kritisiert, die Arbeiter seien in der Tat ungerecht behandelt worden. ab

 

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Kategorie: Markt

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