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Reifenlabel für die USA in Planung – Kein „Abfallplatz“ für Reifen

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Seit vergangenem Donnerstag liegt dem US-Senat ein Gesetzesvorschlag auf dem Tisch, mit dem US-Senator Lindsay Graham aus South Carolina und zwei weitere Senatoren – unterstützt durch den US-amerikanischen Herstellerverband Rubber Manufacturers Association (RMA) – einerseits die verpflichtende Registrierung von gekauften Reifen einführen will. Andererseits sollen dadurch aber auch „minimale Leistungsstandards für Reifen in Bezug auf Kraftstoffeffizienz und Traktion auf Nässe“ eingeführt werden.

Der Gesetzesvorschlag unter dem Titel „Tire Efficiency, Safety and Registration Act of 2015” (S.1741) erregt indes die Gemüter im Reifenhandel der USA, weil viele dadurch die Einführung eines „bürokratischen Monsters“ für Reifenhändler befürchten, wenn jeder einzelne verkaufte Reifen mit den Daten des Endverbrauchers registriert werden muss. Den Senatoren und dem Verband geht es dabei um die Sicherheit der Verbraucher, da Reifenrückrufe einfacher und vollständig vollzogen werden können, wenn alle Kundendaten vorlägen. Nach der Einführung eines Registrierungssystems auf freiwilliger Basis 1982 fiel die Quote von damals 50 auf mittlerweile nur noch 15 Prozent zurück. Die Tire Industry Association (TIA), die sich als Vertreter der Reifenhändler versteht, obwohl sie auch Reifenhersteller zu ihren Mitgliedern zählt, wendet sich unterdessen vehement gegen den Vorschlag des US-Senators. Der Verband fürchtet einen bürokratischen Mehraufwand.

Auch wenn es derzeit keine Details zu den „minimalen Leistungsstandards“ von in den USA verkauften Reifen gibt, zeigten sich beide Verbände grundsätzlich offen für ein entsprechendes ‚US-Reifenlabel’. Damit würde nicht nur die Verbrauchersicherheit erhöht und die Umweltbelastung verringert werden, heißt es. Man könne mit entsprechenden Standards auch „sicherstellen, dass die USA nicht zum Abfallplatz für Reifen mit geringer Leistungsfähigkeit“ wird, wie die RMA betont. ab

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