Update: Rosneft wird neuer Großaktionär bei Pirelli

Nachdem gestern bekannt wurde, dass Rosneft neuer Pirelli-Großaktionär wird, machen nun weitere Details der Transaktion die Runde. Demnach investiere der russische Ölkonzern rund 750 Millionen Euro in den italienischen Reifenhersteller, heißt es dazu, wobei zwei Drittel in bar gezahlt werden und das verbleibende Drittel als Pirelli-Schulden an Rosneft übergehen sollen. Rosneft würde demnach zwölf Euro pro Aktie zahlen. Dafür erhält Rosneft nicht nur 50 Prozent an einer neuen Holdinggesellschaft, die über 26,2 Prozent der Pirelli-Anteile bestimmen kann, sondern folglich eben auch einen direkten Anteil an Pirelli SpA in Höhe von über 13 Prozent. Einfluss auf die Besetzung des Chefsessels bei Pirelli werde Rosneft nicht nehmen können – zumindest für den Moment nicht.

Für Pirelli ist Russland einer der Schlüsselmärkte für zukünftiges Wachstum, das durch die Beteiligung des russischen Staatsbetriebes Rosneft weiter beflügelt werden soll. Aktuell steht der russische Markt nur für rund vier Prozent der globalen Pirelli-Umsätze. Die zweiten 50 Prozent an der neuen Holdinggesellschaft halten Nuove Partecipazioni (80 Prozent) – eine Investmentgesellschaft, die Pirelli-Chairman und -CEO Marco Tronchetti Provera gehört – sowie die beiden italienischen Banken Intesa Sanpaolo und UniCredit (20 Prozent). Der Zeitung „Financial Times“ zufolge halte Tronchetti Provera damit jetzt „52 Prozent des Unternehmens, das 80 Prozent des Unternehmens besitzt, das 50 Prozent des Unternehmens besitzt, das 26 Prozent von Pirelli besitzt“ und unterstreicht damit die Komplexität der Eigentumsverhältnisse bei Pirelli.  Nuove Partecipazioni von Tronchetti Provera habe sich Medienberichten zufolge dabei zusichern lassen, für fünf Jahre den Chairman und CEO des Reifenherstellers bestimmen zu können. ab

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