Vergölst feiert 25-jähriges Bestehen seines Franchisesystems

Vergölst feiert das 25-jährige Bestehen seines Franchisesystems. Nach einer vor allem in der jüngsten Vergangenheit forcierten Expansionsstrategie des Unternehmens wird heute etwa jedes zweite der insgesamt knapp 400 Vergölst-Fachbetriebe von einem alleinverantwortlichen Inhaber geführt. „Franchise ist für uns ein ganz wichtiges Feld, auf dem wir deutschlandweit und qualitativ weiter wachsen wollen“, lautet die Parole von Vergölst-Geschäftsführer Jürgen Marth. Deshalb habe man vergangenen Sommer ein flexibles System mit abgestuften Bindungsmöglichkeiten geschaffen, das neuen Partnern den Einstieg leicht machen soll.

Der Startschuss für das Partnernetzwerk von Vergölst fällt am 1. April 1988 – mehr als 60 Jahre nach der Gründung des Unternehmens und mehr als 20 Jahre nach Eröffnung der ersten Filiale. An diesem Tag tritt der Vertrag in Kraft, der die Ganss & Seitz Autoservice GmbH in Darmstadt zum Franchisepartner von Vergölst macht. Ihr Inhaber Leonhard Seitz bereut die Entscheidung, die er damals getroffen hat, bis heute nicht. „Seit 25 Jahren prägt Vertrauen unseren gemeinsamen Weg“, sagt der Firmenchef über sein ebenso langes wie enges Verhältnis zu seinem Franchisegeber.

In den ersten Jahren nach 1988 sind die Partnerbetriebe noch eine kleine Minderheit im wachsenden Netzwerk der Vergölst-Werkstätten. So besitzen im Jahre 1991 genau 20 von insgesamt 213 Vergölst-Betrieben den Franchisestatus. Allerdings übernehmen nicht alle das markante gelbschwarze Corporate Design der Marke Vergölst. Das Unternehmen unterscheidet zu diesem Zeitpunkt klar zwischen sogenannten Hard-Franchisern, die sich in ihrer Außendarstellung eindeutig als Vergölst-Betrieb zu erkennen geben, und sogenannten Soft-Franchisern, die unter ihrem eigenen Namen firmieren.

Angesichts einer stetigen Zunahme von Partnerbetrieben beider Kooperationsformen gründet Vergölst im Jahre 1996 die Franchise-Service-Gesellschaft (FSG), die sich weitgehend eigenständig um die Betreuung der Franchisepartner kümmert. Nicht zuletzt durch die Akquisition 25 ehemaliger Partnerbetriebe der Stinnes-Gruppe wächst die Zahl der Franchiser bis zum Jahr 2001 auf über 100.

Im Jahr darauf wird die Franchise-Service-Gesellschaft komplett ins Unternehmen Vergölst integriert, um die Partnerbetriebe stärker ins Marketingkonzept der Continental-Tochter einzubinden. Erklärtes Ziel: Kunden sollen bei allen Vergölst Betrieben den gleichen Service erhalten. In den Folgejahren wächst die Zahl der Franchiser deutlich schneller als die der eigenen Filialbetriebe. Seit 2008 kann Vergölst jedes Jahr durchschnittlich 20 neue Partnerbetriebe begrüßen. So sind inzwischen genau 191 Händler dem Beispiel der Ganss & Seitz Autoservice GmbH gefolgt – und tragen damit erheblich dazu bei, dass Vergölst heute ganz Deutschland mit einem engmaschigen Netz an Reifen- und Autoservice-Betrieben abdeckt.

Großen Anteil an dieser Entwicklung hat Michael Wendt, der den Bereich Franchise seit November 2002 verantwortet. Er setzt auf einen noch intensiveren Informationsaustausch und ruft dafür unter anderem einen Franchisebeirat und regelmäßige Regionaltagungen ins Leben. Und im Jahre 2010 leitet Wendt mit Unterstützung der Konzernmutter Continental ein umfangreiches Expansionsprojekt ein, das er ein Jahr später mit neuen und verbesserten Leistungsbausteinen – etwa passgenau abgestimmten Beratungspaketen – weiter forciert.

„Franchise-Partner“, „System-Partner“ und „Flotten-Partner“

Seit Sommer 2012 haben Vergölst-Partner grundsätzlich die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Bindungsstufen mit entsprechend gestaffelten Zugangskriterien und Markenrechten: „System-Partner“ erhalten mehr Leistungen als „Flotten-Partner“, präsentieren sich aber noch nicht im Vergölst-Design. Die Partnerbetriebe der höchsten Bindungsstufe hingegen dürfen als „Franchise-Partner“ die bundesweit bekannte Marke auf dieselbe Weise nutzen wie die Filialbetriebe.

„Bei den Partnerbetrieben findet das Konzept nicht zuletzt wegen seiner großen Flexibilität großen Anklang. Insbesondere neue Händler schätzen die geringen Einstiegshürden und die Perspektive, ihre Bindungsstufe Schritt für Schritt erhöhen zu können, wenn sie ihr eigenes Dienstleistungsangebot mit Unterstützung aus der Vergölst-Zentrale vergrößert haben“, heißt es dazu aus Hannover. „Unsere Partner spüren, dass gemeinsamer Nutzen, gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung im Mittelpunkt unseres Konzeptes stehen. Deshalb fällt es ihnen leicht, sich mit unserem System zu identifizieren“, weiß Franchisemanager Michael Wendt. ab

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