Henry Siemons, Continental: Zwei Großtrends in der Tuningbranche

Einer von zwei Reifenherstellern, die bei der Essen Motor Show Flagge zeigten, ist Continental. Auch in diesem Jahr präsentiert sich das Unternehmen wieder in Kooperation mit Tunern wie Abt Sportsline, AC Schnitzer, Heico Sportiv, Lorinser und TechArt bei der Messe, um vor Ort seine „Reifenkompetenz für automobile Leidenschaft“ unter Beweis zu stellen. Mit nach Essen brachte der Konzern den „SportContact 5“, „SportContact 5 P“ sowie den „ForceContact“ seiner Hauptmarke Conti, wobei von letzterem Modell erstmals dessen Umbereifungsgrößen für den neuen Porsche 911 Carrera der Baureihe 991 einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt wurden. Auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten ist auch die Marke „Uniroyal“, bei der Drift-Champion Patrick Ritzmann Station am Stand machte.

„Wir registrieren zwei Entwicklungen, die zwar nicht erst in den vergangenen zwölf Monaten begonnen haben, die sich aber immer deutlicher abzeichnen. Der erste Trend verändert die Anbieterseite, auf der eine zunehmende Spezialisierung voranschreitet. Und die geht konsequenterweise einher mit einer Internationalisierung des Geschäfts. Vier von fünf relevanten Tunern betrachten heute ganz Europa als ihren Heimatmarkt“, erläutert Henry Siemons, der bei Continental das imageträchtige Geschäft mit den Ultra-High-Performance-Reifen im Tuningsektor leitet. „Der zweite Trend betrifft das Nachfrageverhalten von Endverbrauchern. Zunehmend gefragt sind Fahrzeugveränderungen, die weniger zu einer rein optischen als vielmehr zu einer anspruchsvollen technischen Aufwertung beitragen. Und das hat zu einem veränderten Qualitätsanspruch beigetragen. Die Zahl derer, die sich an einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis orientieren, sinkt. Die Zahl derer, die sich nur mit der besten Lösung zufrieden geben, steigt. Das lässt sich anhand von Umfragen und Markterhebungen klar belegen. Und beide Trends kommen – ganz nebenbei bemerkt – Continental entgegen.“

Endverbraucher, die ihre Fahrzeuge nicht nur optisch, sondern auch technisch aufwerten wollen, können dabei von Continentals Kooperation mit führenden Fahrzeugveredlern profitieren, erläutert Henry Siemons im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. Der Hannoveraner Reifenhersteller sei bei neuen Projekten von Abt und Co. bereits früh als Technologiepartner in die Entwicklung mit eingebunden. Man schaue zunächst ins bestehende Line-up, ob eine bereits vorhandene Reifenspezifikation für das neue Projekt genutzt werden könnte. Wenn nicht, werde bei Bedarf das Sortiment um eine Neuentwicklung erweitert. „Unsere Dimensionspalette ist heute schon so groß, dass ein Angebot normalerweise aus der Liste gemacht werden kann“, so Siemons weiter, der die Continental diesbezüglich auch im Wettbewerb mit anderen Reifenherstellern gut aufgestellt sieht.

Ob sich die Continental in naher Zukunft wieder einmal direkt im Motorsport einbringen möchte, wie dies etwa 2011 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring geschehen ist, ließ Siemons offen. Konkrete Pläne jedenfalls gebe es in diese Richtung derzeit nicht. ab/cm

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