Pirelli-Reifen mit Sicherheitsbedenken? Probleme hausgemacht

Dass sich Rennfahrer am Limit bewegen und in ihrem Job nicht ohne Risiko auskommen, muss im Sinne des Sports so sein. Dass das Team von Red Bull beim Formel-1-Rennen am vergangenen Wochenende in Spa-Francorchamps nun „ein großes Risiko“ mit den Pirelli-Reifen eingegangen sei, wie Weltmeister Sebastian Vettel nach seinem Sieg beim Ardennen-Klassiker – einer „Fahrt ins Ungewisse“ (Vettel) – behauptete, treibt den Verantwortlichen beim italienischen Reifenlieferanten die Zornesröte ins Gesicht. Was war passiert? Einige Fahrer, darunter insbesondere die beiden Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber (belegte Platz zwei und machte den Doppelsieg des österreichisch-englischen Rennteams perfekt) hatten mit „Reifenproblemen“ zu kämpfen, die sich insbesondere durch „großen Blasen“ auf der Lauffläche äußerten; „da fehlten richtig große Stücke“. Adrian Newey, Technischer Direktor bei Red Bull, und Teamchef Christian Horner machten dafür natürlich Reifenhersteller Pirelli verantwortlich. Der konterte: Vettels Team habe sich in Spa-Francorchamps über Pirellis Vorgaben bezüglich Sturz und Reifendruck hinweggesetzt und eine extreme Abstimmung gewählt, um so die Reifen möglichst schnell auf Betriebstemperatur zu bekommen. Laut Pirelli waren Red Bulls Reifenprobleme demnach hausgemacht.

„Hätte sich Red Bull wie alle anderen an unsere Vorgaben gehalten, wären sie nie in Schwierigkeiten geraten“, heißt es dazu vonseiten des Herstellers. Newey von Red Bull wiederum habe nachträglich indes behauptet, von entsprechenden Gefahren nichts gewusst zu haben. „Wenn wir gewusst hätten, dass es Bedenken wegen der Sicherheit gegeben hat, hätten wir es nicht gemacht“, so der Engländer mit Blick auf die Abstimmung der Fahrzeuge. Diese Aussage wiederum machte die Pirelli-Verantwortlichen wütend. Sogar juristische Schritte erwägt der Hersteller nach Aussage eines Sprechers, sollte Newey seine Behauptung nicht zurücknehmen, schreibt Sport1 dazu. Pirellis Motorsportchef Paul Hembery bekräftigte außerdem: „Wir hatten nie ein Sicherheitsproblem. Es ist unfair, uns in diese Rolle zu drängen. Das alles hätte vermieden werden können.“ ab

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