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Michelin beim Umweltengagement auf der Pole Position

Die Siegerlisten der 24 Stunden von Le Mans sowie der europäischen und US-amerikanischen Le-Mans-Serien führt Michelin seit Jahren an. Jetzt setzt sich der Reifenhersteller auch in Sachen umweltschonender Rennsport an die Spitze: Die „Michelin Green X Challenge“ belohnt das energieeffizienteste Sportwagenteam der Saison 2009 mit einem garantierten Startplatz für die 24 Stunden von Le Mans 2010.

In den 60er Jahren war er eine begehrte Trophäe bei den 24 Stunden von Le Mans: der Verbrauchsindex „Indice au rendement énergetique“. Anlässlich der offiziellen Vorsaisontests der diesjährigen Le Mans Series (LMS) auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet am 8. und 9. März gab Michelin nun das Startsignal für die zeitgemäße Neuauflage dieses Effizienzwettbewerbs.

Mit der „Michelin Green X Challenge“ knüpft der 17-fache Le-Mans-Sieger an die seit 2007 ausgetragene „Michelin Energy Endurance Challenge“ an, erweitert jedoch den Kreis der teilnehmenden Rennserien. So wird die „Michelin Green X Challenge“ in dieser Saison erstmals nicht nur für Teams aus der Partner-Serie American Le Mans Series (ALMS), sondern auch der European Le Mans Series (LMS) sowie für Starter beim Langstreckenklassiker in Le Mans ausgeschrieben. Besonderer Anreiz für die Teilnehmer aus der LMS: Der Sieger der „Michelin Green X Challenge“ erhält einen garantierten Startplatz bei den 24 Stunden von Le Mans 2010.

Strikteres Reifenreglement bietet willkommene Herausforderung

Die Sportwagen gehören zu den wenigen Motorsportkategorien, in denen noch ein Wettbewerb verschiedener Reifenhersteller stattfindet – was sie für Michelin zu einem besonders interessanten Betätigungsfeld macht. Die Regeländerungen zur Saison 2009 stellen den 17-fachen Le-Mans-Gewinner dabei vor eine Aufgabe, die sowohl unter Umweltschutzgesichtspunkten als auch für die Serienentwicklung von größter Bedeutung ist: die gleichzeitige Optimierung von Rollwiderstand, Laufleistung und Grip der Sportwagenrennreifen.

In der LMS und in Le Mans selbst dürfen Reifenwechsel ab dieser Saison von nur noch zwei Mechanikern durchgeführt werden, wodurch sich die Boxenstopps unweigerlich verlängern. Die Teams wünschen sich daher noch langlebigere Pneus, um die Zeit für den einen oder anderen Reifenwechsel einzusparen. Diese Zielsetzung deckt sich exakt mit der langjährigen Entwicklungsrichtung von Michelin: Obwohl die Le-Mans-Sportwagen immens an Leistung zulegten, hat sich die durchschnittliche Laufleistung der Michelin-Langstreckenrennreifen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Gleichzeitig verbesserten sich der Grip und die Widerstandfähigkeit gegen Beschädigungen durch Fremdkörper.

Michelin ist bis heute der einzige Hersteller, der in der „großen“ Prototypenkategorie LMP1 während der 24 Stunden von Le Mans mit einem Reifensatz tagsüber drei Turns und nachts sogar vier Turns – also bis zu 700 Kilometer oder drei Stunden bei einem Durchschnitt von über 200 km/h – absolvieren konnte. Positiver Umwelteffekt dieser Langlebigkeit: Es müssen weniger Reifen produziert und entsorgt werden.

Weniger Kraftstoffverbrauch trotz mehr Grip und Traktion

Zugleich ermöglicht der kontinuierlich verringerte Rollwiderstand der Michelin Rennreifen einen weiteren Aspekt der Umweltschonung, der in Rennsport und im öffentlichem Straßenverkehr an Bedeutung gewinnt: die Energieeffizienz. Ein geringerer Rollwiderstand verhilft nicht nur zu höherer Endgeschwindigkeit, sondern ermöglicht auch geringeren Verbrauch. Sprich: bei gleicher Kraftstoffmenge einige Extrakilometer im Renntempo. So können die Teams ihre Tankintervalle ausdehnen, was gerade angesichts der reduzierten Benzinreservoirs in vielen Sportwagenkategorien immer wichtiger wird.

Eine möglichst gute Umweltbilanz gehört bereits seit 1992 zu den strategischen Zielen von Michelin. Die zentrale Entwicklungsrichtung heißt daher: Energieeffizienz ohne Einbußen an Performance oder Haltbarkeit. Die „Michelin Green X Challenge“ betont nun diese Gesamtbilanz, indem sie geringen Kraftstoffverbrauch und hohen Rennspeed belohnt.

So funktioniert die Michelin Green X Challenge

– Wertungspunkte für die „Michelin Green X Challenge“ werden anhand eines Energie-Effizienz-Index verteilt, der nach jedem Rennen für jedes der teilnehmenden Fahrzeuge berechnet wird.
– Dieser Energie-Effizienz-Index ergibt sich aus dem Verhältnis von jeweiliger Durchschnittsgeschwindigkeit (abzüglich der Boxenstopps) und Kraftstoffverbrauch im Rennen.
– Beispielrechnung: Beträgt der Rennschnitt eines Teams 200 km/h und der durchschnittliche Verbrauch 20 Liter/100 km, dann ergibt sich ein Index von 10 (200 geteilt durch 20).
– Je niedriger der Index, desto besser. Gemäß ihrer Rangfolge erhalten die Teams für jedes Rennen Punkte. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt die „Michelin Green X Challenge“.

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