Bridgestone spricht von erfolgreichen MotoGP-Reifentests

Vom 5. bis zum 7. Februar haben alle MotoGP-Teams auf der Rennstrecke in Sepang (Malaysia) die ersten Tests der Saison 2009 absolviert. Klar, dass dabei auch das Thema Reifen auf der Agenda stand, selbst wenn Bridgestone in diesem Jahr nach der Änderung des Reglements einziger Ausrüster der Serie ist. Der japanische Hersteller hat zu den Tests zwei Slickvarianten der Mischungsspezifikationen medium und hart mit an die Strecke gebracht, wobei den Fahrern – so wie es das Reifenreglement nun auch für ein echtes Rennwochenende vorsieht – für die drei Tage alles in allem jeweils zehn Reifensätze zu Verfügung gestellt wurden: je zwei der Mischungsspezifikation medium und hart am ersten Tag sowie zusätzlich je drei weitere Sätze an den beiden den beiden folgenden Tagen, wobei die Fahrer dann die Mischungskombination frei wählen konnten. Darüber hinaus wurden jedoch auch drei Neuentwicklungen – ein Vorderrad- und zwei Hinterradreifen – zu Testzwecken mit eingesetzt. „Der Test war sehr erfolgreich für uns, denn alle Teams haben uns in Sachen der Leistungseigenschaften und der Haltbarkeit unserer Reifen positive Rückmeldungen gegeben“, so Tohru Ubukata, Manager Motorradrennreifenentwicklung bei Bridgestone.

Außerdem habe man eine Menge wichtiger Daten sammeln können wie beispielsweise „bezüglich unserer extraharten Hinterradreifen, sodass wir besser eingrenzen können, wie diese für den späteren Einsatz auf Strecken wie etwa dem Sachsenring und in Phillip Island weiterzuentwickeln sind“. Aber auch in einer anderen Hinsicht seien die Tests ein Erfolg gewesen, ergänzt Hiroshi Yamada, Motorsportmanager für den Motorradbereich bei dem Reifenhersteller. Denn in Sepang habe man nicht nur die Beziehungen zu denjenigen Teams pflegen können, die schon länger in der MotoGP auf Bridgestone-Reifen antreten, sondern gleichzeitig auch die Zusammenarbeit mit den Rennställen bzw. Fahrern ausbauen können, mit denen man noch nicht so lange kooperiert. Doch zumindest der Spanier Jorge Lorenzo, der bislang auf Reifen des Wettbewerbers Michelin vertraute, hat sich laut einem Bericht von Motorsport-Total anscheinend noch nicht so ganz an die Bridgestone-Einheitsreifen gewöhnen können.

„Ich hatte beim Test kein Vertrauen in Vorder- oder Hinterreifen. Am letzten Tag wurde es vielleicht einen Hauch besser. Ich habe Probleme mit den weichen und mit den harten Reifen. Ich weiß noch gar nicht, was schlimmer ist“, hat Lorenzo demzufolge nach den Testtagen in Malaysia zu Protokoll gegeben. „Die Unterschiede zwischen den Reifen sind riesig. Sowohl die Performance als auch das Gefühl unterscheiden sich sehr. Ich habe bisher keine Ahnung, mit welchem Reifen ich schneller fahren könnte. Mit Michelin wäre ich jetzt sicherlich schneller, weil ich mit Bridgestone wirklich langsam herumfahre“, soll Lorenzo darüber hinaus gesagt haben, freilich ohne den Grund dafür nicht auch bei sich selbst zu suchen. „Ich glaube kaum, dass Valentino Rossis Maschine großartig anders ist als meine. Wenn er also deutlich schneller fahren kann als ich, dann ist es eben möglich, das Bike in diesem Tempo zu bewegen“, wird der Rennfahrer von dem Motorsportinformationsdienst zitiert.

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