Zu hohe Reifenpreise durch „Paraffinmafia“?

Laut der Wiener Zeitung hat die EU-Kommission am 1. Oktober ein Bußgeld in Höhe von 676 Millionen Euro gegen ein Wachskartell verhängt, das durch illegale Absprachen die Preise für Paraffinwachs von 1992 bis 2005 künstlich hochgehalten haben soll. Dadurch hätten die Verbraucher über 13 Jahre lang beispielsweise für Reifen, Kerzen oder Kaugummi, bei deren Produktion dieses Material zum Einsatz kommt, mehr als eigentlich nötig bezahlt, heißt es. Dabei wird allerdings nicht beziffert, in welchem Umfang das Verhalten der selbst ernannten „Paraffinmafia“, zu der unter anderem die Firmen Shell, ExxonMobil sowie der deutsche Energiekonzern RWE gehört haben sollen, den Preis für Reifen beeinflusst hat. Die höchste Einzelstrafe muss demnach das deutsch-südafrikanische Unternehmen Sasol (318,2 Millionen Euro) bezahlen, das RWE-Bußgeld wird mit 37,4 Millionen Euro beziffert. Mit Hansen & Rosenthal sowie Tudapetrol seien im Übrigen noch zwei weitere deutsche Unternehmen belangt worden, während Shell straffrei ausging – denn der Konzern hat dem Blatt zufolge das Kartell in Brüssel anzeigt.

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