Goodyear schließt Reifenfabrik in Australien

Das australische Reifenwerk von Goodyear in Somerton (Bundesstaat Victoria) soll zum 31.12. dieses Jahres geschlossen werden. Der Reifenhersteller begründet dies mit der strategischen Entscheidung, die Kapazitäten von Hochkostenstandorten weltweit zurückfahren und an kostengünstigen Standorten ausbauen zu wollen. Durch diese Maßnahme werden drei Millionen Reifen aus den Konzernkapazitäten herausgenommen, das Unternehmen beziffert die Kostenreduzierung mit etwa 35 Millionen US-Dollar. Laut Goodyear-Chairman und -CEO Robert umfasst das gesamte Programm die Eliminierung von Kapazitäten an Hochkostenstandorten ca. 25 Millionen Einheiten und Kostenersparnisse in Höhe von 150 Millionen Dollar. Die Restrukturierungskosten in Australien schlagen allerdings erst einmal mit 125 Millionen Dollar (nach Steuern) zu Buche.

Das Werk in Somerton wurde ursprünglich bereits 1961 gegründet. Im Jahre 1987 ist Goodyear eingestiegen und hat mit der Pacific Dunlop, später Ansell Ltd. ein Joint Venture unter dem Namen South Pacific Tyres (SPT) gebildet. Unter diesem Namen firmiert das Unternehmen noch heute, obwohl es Goodyear im Jahre 2006 vollständig übernommen hat. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Goodyear das Werk intern in die geographische Geschäftseinheit Asia Pacific integriert. Insgesamt beschäftigt Goodyear in Australien derzeit mehr als 3.000 Menschen, etwa 600 werden von der Werksschließung betroffen sein.

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