Siemens-Betriebsräte mögen Conti nicht

Die Arbeitnehmervertreter von Siemens haben vor den Folgen des Verkaufs ihrer Sparte VDO an Continental gewarnt. „Die Strategie, wenige ertragreiche Bereiche auf Kosten der anderen weiter zu stärken, führt zu einer Verengung des Portfolios, die sich irgendwann einmal rächen wird”, zitiert die Süddeutsche den Vorsitzenden des europäischen Siemens-Betriebsrates Werner Mönius. Bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten „Schieflagen möglicherweise nicht mehr intern ausgeglichen werden“. Kritisiert wurde auch die Art und Weise der VDO-Ausgliederung: Anders als bei Siemens sonst üblich seien mit der Arbeitnehmerseite keine Überleitungsvereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es. Die im Zusammenhang mit dem Verkauf formulierten Zusagen für Beschäftigung und Standorte „waren so unverbindlich, dass sie die Arbeitnehmerseite unmöglich annehmen konnte“, erklärte der Betriebsrat. Zusätzlich zu bereits bei dem Unternehmen geplanten Maßnahmen drohe jetzt weiterer Personalabbau wegen Synergien und Überschneidungen mit Continental.

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