Rallye-Tross jetzt in Neuseeland

Am kommenden Wochenende bestreitet die Rallye-WM in Neuseeland ihren elften Saisonlauf. Die grünen Graslandschaften der Nordinsel bilden eine eindrucksvolle Kulisse für die Sekundenschlacht von Marcus Grönholm, Sébastien Loeb, Petter Solberg und Co. Bei den Assen der Weltmeisterschaft stehen die schnellen Schotterstrecken ganz hoch im Kurs, weil sie den Fahrern sowie deren BFGoodrich-Reifen höchste Präzision abverlangen. Als entscheidenden Faktor über Erfolg und Misserfolg sieht BFGoodrich das Wetter und die Reifenwahl: „Die Veranstaltung findet dieses Jahr zum Ende des Winters auf der Südhalbkugel statt, also zwei Monate früher als 2006“, beschreibt Patrick Letort, Cheftechniker bei der zum Michelin-Konzern gehörenden Reifenmarke. „Die Bedingungen sollten vergleichsweise trocken sein, nachdem es im vergangenen Jahr drei Tage lang ohne Pause regnete. Obwohl sich die Strecken nicht unterscheiden, erwartet uns eine gänzliche andere Rallye. Möglicherweise steht uns der einzige WM-Lauf bevor, bei dem die Fahrer alle Varianten des g-Force Gravel wählen.“

BFGoodrich stellt seinen Partnern für die Rallye Neuseeland den g-Force Gravel in fünf unterschiedlichen Laufflächenmischungen zur Verfügung. Die Auswahl beginnt mit dem ultraweichen g-Force Gravel 8- für niedrige Temperaturen und/oder nasse Bedingungen. Für Temperaturen von 10 bis 15 Grad Celsius oder Regen eignet sich vor allem der weiche g-Force Gravel 8. In der Mitte der Produktpalette rangiert der g-Force Gravel 9-, der bei den ersten Durchläufen der Wertungsprüfungen zum Einsatz kommen dürfte. Für Temperaturen von 15 bis 25 Grad Celsius ist der harte g-Force Gravel 9. konzipiert. Für heiße Bedingungen haben die Techniker den g-Force Gravel 9+ im Gepäck, den die Fahrer bevorzugt für die zweite Passage einer WP wählen.

Für den WM-Lauf am anderen Ende der Welt durften die in der Weltmeisterschaft eingeschriebenen Fahrer maximal 60 Reifen nominieren, von denen für den Shakedown und die Rallye höchstens 38 zum Einsatz kommen. Wegen der langen Anreise aus Europa mussten die Piloten ihre Reifenwahl bereits am 16. Juli bekannt geben. Wie bei allen Übersee-Rallyes durften die WRC-Fahrer bis zum 24. August allerdings zwölf Joker-Reifen nachnominieren. Diese Pneus können sie gegen zwölf Reifen aus dem vorher gewählten Kontingent tauschen und so auf die aktuellen Wettervorhersagen zu reagieren.

Der WM-Führende Marcus Grönholm muss die Prüfungen am Freitag als Erster unter die Räder nehmen – ein klarer Nachteil für den BP Ford-Piloten in seinem neuen Focus RS WRC07. Um mehr Grip zu erzielen, werden er und seine Kollegen die BFGoodrich-Pneus im Service vermutlich nachschneiden. Durch die zusätzlichen Rillen werden Staub und kleine Steine besser von der Straße gefegt. Dennoch stehen die Vorzeichen für den Doppelweltmeister nicht schlecht. Der großgewachsene Finne gewann die Rallye bereits vier Mal auf drei verschiedenen Autos (Peugeot 206 WRC, Peugeot 307 WRC und Ford Focus WRC) und zählt auch 2007 zu den Favoriten.

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