Maxxis-Hersteller setzt auf Fertigung in China

Dass sich die Cheng Shin Rubber Industry Co. Ltd. aus Taiwan ab 1989 in der Volksrepublik China ansiedelte, um dort Reifen zu bauen, ist nicht nur aufgrund der sprachlichen, kulturellen und geografischen Nähe zu China zu erklären. Cheng Shin Rubber gehört seit Jahren zu den expansivsten Unternehmen der Reifenbranche und ist gerade auch in Europe mit seiner Marke Maxxis überaus gut vertreten; ansonsten produziert das Unternehmen Reifen der Marke Cheng Shin. Nachdem 1991 die Cheng Shin Rubber (Xiamen) Ind. Ltd. – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des taiwanesischen Mutterkonzerns – in der Stadt Xiamen (Provinz Fujian) die Produktion von Reifen aufnahm, wurde der Standort kontiniuierlich ausgebaut und stellt heute vorwiegend Reifen für Nutzfahrzeuge, aber auch Motorrad-, Fahrrad- und natürlich Pkw-Reifen her. Dass die Produkte des Reifenhersteller dabei eine DOT-Nummer sowie eine E-Kennung für den Export sowie eine CCC-Kennung (China Compulsory Certification) für den lokalen Markt tragen und die Produktionsstätte nach ISO und QS entsprechend zertifiziert ist, versteht sich. Die Fabrik dürfte eine Kapazität von schätzungsweise zwölf bis 13 Millionen Einheiten haben.

Zwei Jahre nach Inbetriebnahme der ersten Fabrik auf chinesischem Festland unternahm der taiwanesische Reifenhersteller dann einen weiteren Schritt, um in China definitiv Fuß zu fassen: Ein Jointventure mit Toyo Tire & Rubber aus Japan wurde in der Stadt Kunshan (Provinz Jiangsu) unter dem Namen Cheng Shin-Toyo Tire & Rubber (China) Co. Ltd. gegründet. Die Partner richteten eine neue Fabrik für rund 160 Millionen Euro ein, die dann im Laufe der Jahre in drei Stufen weiter ausgebaut wurde. Die ersten Reifen in dieser Gemeinschaftsfabrik entstanden dann im Sommer 1997. Es werden dabei hauptsächlich radiale Pkw-, diagonale Lkw- sowie Industriereifen in Kunshan gefertigt. Mit einer Produktionskapazität von heute rund 2,5 Millionen Einheiten setzt das Unternehmen heute etwa 60 Millionen Euro um. Der Großteil dieses Umsatzes wird dabei auf Exportmärkten erzielt, da nur geringe Mengen des jährlichen Outputs der Jointventure-Fabrik in China selbst vermarktet werden.

In 2001 gründeten der taiwanesische und der japanische Partner ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen: die Cheng Shin-Petrel Tire (Xiamen) Co. Ltd., die seit 2004 radiale Lkw- und Busreifen fertigt. Toyo hält rund 20 Prozent der Anteile; insgesamt wurden rund 110 Millionen Euro in die neue Fabrik investiert, die zunächst einen Jahresoutput von 300.000 Reifen hatte, bis zum vergangenen Jahr aber auf 750.000 Einheiten ausgebaut wurde. Der Plan der Partner sieht gleichfalls vor, im Rahmen einer weiteren Ausbaustufe auch radiale Llkw-Reifen in das Portfolio der Fabrik in Xiamen aufzunehmen. Die rund eine Million diagonalen Pkw-/Llkw-Reifen sollen schrittweise aus dem Sortiment genommen und durch Fertigungskapazitäten für radiale Lkw- und Busreifen ersetzt werden.

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