Inländischer Fahrzeugmarkt zeigt Stabilisierungstendenzen

Nach Ansicht des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA) zeigen sich bezogen auf den deutschen Fahrzeugmarkt erste Anzeichen einer Stabilisierung. Festgemacht wird dies an der Zahl der Inlandsbestellungen, die im Juni und Juli in etwa wieder auf Vorjahresniveau gelegen haben sollen, während die Fahrzeughersteller in den ersten fünf Monaten des Jahres noch Orderrückgänge um bis zu sieben Prozent zu verzeichnen gehabt hätten. „Bei den Neuzulassungen fielen die Minusraten in den letzten Monaten ebenfalls geringer aus. Nach einem Rückgang um zehn Prozent im ersten Quartal und um acht Prozent im zweiten Quartal blieb der Pkw-Absatz im Juli mit voraussichtlich 257.000 Einheiten lediglich um drei Prozent hinter dem Vorjahr zurück“, freut man sich beim VDA und geht davon aus, dass diese Stabilisierungstendenzen und die sich weiter verbessernden Konjunkturaussichten sowie die anhaltende Erholung sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf den Inlandsmarkt auswirken werden. Einen zusätzlichen Schub erhofft sich die Automobilindustrie von der IAA, sollen auf der Messe doch zahlreiche neue Fahrzeugmodelle gezeigt werden.

Der Pkw-Export übertraf VDA-Angaben zufolge im Juli mit 359.000 Fahrzeugen das Vorjahresergebnis um zehn Prozent. „Trotz heftigen Gegenwinds von der Währungsseite lieferten die deutschen Hersteller damit seit Anfang dieses Jahres zwölf Prozent mehr Personenkraftwagen ins Ausland“, stellt der Verband fest. Dabei hätten die deutschen Marken nicht nur auf ihrem „Heimatmarkt Westeuropa“ zugelegt, sondern seien auch auf dem wichtigen US-Markt weiter im Aufwind und wachsen dort gegen den Trend. „Während der US-Gesamtmarkt im bisherigen Jahresverlauf um drei Prozent zurückging, verkauften die deutschen Hersteller mit 538.000 Light Vehicles über zwei Prozent mehr Fahrzeuge. Ihr Marktanteil stieg damit im Pkw-Bereich auf nahezu zehn Prozent“, heißt es vonseiten des VDA.

Man erwartet, dass sich auch in den nächsten Monaten nichts an dem starken Auslandsgeschäft ändert. Die Bestellungen aus dem Ausland sollen im Juli jedenfalls um 13 Prozent zugelegt haben – im bisherigen Jahresverlauf um zehn Prozent. Zu dieser positiven Entwicklung habe darüber hinaus nicht zuletzt die um neun Prozent gestiegene Nachfrage aus den westeuropäischen Nachbarländern beigetragen. „Begünstigt von der anhaltend guten Exportentwicklung übertraf die Pkw-Produktion in den ersten sieben Monaten das Vorjahresvolumen um sieben Prozent. Dank dieser kräftigen Produktionsausweitung und der anhaltend erfreulichen Nutzfahrzeugkonjunktur konnte die deutsche Automobilindustrie in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihren Umsatz um über sechs Prozent auf 119 Milliarden Euro steigern“, teilt der VDA mit.

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