Entscheidung steht: Siemens verkauft VDO an Continental

Continental erwirbt für 11,4 Milliarden Euro von der Siemens AG, Berlin/München, deren in der Siemens VDO Automotive AG zusammengefasste Automobilzuliefersparte. Der Kaufpreis beinhaltet unter anderem zukünftige Steuervorteile für Continental, deren Barwert mit rund einer Milliarde Euro angesetzt wurde, so Continental in einer Meldung, und die für den Fiskus aufkommensneutral sind. Die Aufsichtsräte der Siemens AG und der Continental AG stimmten heute Nachmittag in München bzw. Hannover der Transaktion zu. Der Vollzug des Erwerbs steht unter der Bedingung der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Zusammen erzielen Continental und Siemens VDO auf Basis 2006 einen Jahresumsatz von rund 25 Milliarden Euro und zählen knapp 140.000 Beschäftigte weltweit. Damit rückt Continental weltweit unter die Top-Fünf der Automobilzulieferindustrie vor.

Erwartete Nettosynergiepotenziale werden ab 2010 bei mindestens 170 Millionen Euro pro Jahr liegen. Davon ausgehend, dass die Genehmigungsverfahren bei den zuständigen Kartellbehörden zügig durchgeführt werden können, soll ein Vollzug des Erwerbs bis zum Ende des vierten Quartals erfolgen. Die vollständige Integration wird bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Continental verfügt über ein Finanzierungspaket, das darauf abzielt, ein weiterhin solides Kreditrating von BBB bzw. Baa2 zu erreichen. Aktuell ist Continental mit BBB+ bzw. Baa1 bewertet. Es ist weder ein Verkauf der ContiTech-Division noch der Reifendivisionen geplant.

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