Michelin Bad Kreuznach: Energierückgewinnung aus Prozessdampf

Freitag, 23. März 2007 | 0 Kommentare
 

Michelin will in Bad Kreuznach im Laufe des Jahres eine Anlage installieren, die Energie aus Dampf gewinnt, der bei der Reifenkochung ohnehin gebraucht wird, aber danach wirkungslos in der Umwelt verpufft. Durch das neuartige Verfahren soll der Gesamtkohlendioxidausstoß um über 2.500 Tonnen im Jahr reduziert werden.

Gleichzeitig wird der Reifenhersteller an der Nahe seinen Energiebedarf für die Reifenvulkanisation um rund zehn Prozent senken und die damit verbundenen Kosten einsparen. Die eingesparte Energiemenge entspreche dem Jahresbedarf von etwa 1.100 Niedrigenergiehäusern, teilt das Unternehmen mit.

„Kosten senken, wettbewerbsfähiger werden und dazu die Umwelt schonen: so setzen wir die Werte unserer Nachhaltigkeitscharta Leistung und Verantwortung in die Tat um“, kommentiert Dieter Freitag, Direktor Michelin Bad Kreuznach, die Bedeutung der geplanten Anlage. Bislang wird der Wasserdampf, der bei der Reifenvulkanisation entsteht, ungenutzt über die Dächer abgeführt. Das Unternehmen „IGS Büro für Energie- und Umwelttechnik“ bei München hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem die Energie dieser Dämpfe zur Wärme- und Kälteerzeugung genutzt werden kann.

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Kategorie: Allgemein

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